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Lies das! [#3, 14.01.2008]

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Linkempfehlungen…

  • maschi präsentiert einen sehr interessanten Beitrag zur Pflegedebatte
  • Zum Ansehen: Das Video, das Uri Geller gerne der Öffentlichkeit enthalten hätte
  • Zum Mitmachen: Die Onlinedemo gegen Platter’s Überwachungswahnsinn via helge.at (für alle, die davon noch nichts wissen)
  • Weil (bald wieder) aktuell nimmt sich das Begleitschreiben anhand eines wissenschaftlichen Artikels des Themas “Kosovo” an.
  • US-Wahlkampf international. Die konservative Springer-Zeitung “Die Welt” und Berichterstattung über nicht genehme Präsidentschaftsanwärter in den Vereinigten Staaten. Aufschlußreiches Protokoll und Analyse bei bluejax.net
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10 Kommentare

  • Am 14. Januar 2008 sagte hc voigt:

    maschi präsentiert einen sehr interessanten Beitrag zur Pflegedebatte

    you made my day. :-) schon lange nicht mehr einen so kunstvoll verstrickten blödsinn gelesen.
    selbst gefangen im fröhlichen glanz pseudo-rationaler modellierungen.
    kommt das raus, wenn sich scholastik der praxeologie schön langsam zum gesellschaftlichen modespielchen entwickelt?
    yikes

  • Am 14. Januar 2008 sagte Blogverzeichnis » Lies das! [#3, 14.01.2008]:

    [...] Originally from rigardi.org [...]

  • Am 14. Januar 2008 sagte Georg Pichler:

    hmmm, mir leuchtet seine “Geschichte” aber prinzipiell ein. Ich glaube zwar nicht, dass wir an einem Punkt sind an dem der Staat grundsätzlich nur noch untaugliche Modelle bieten kann, aber ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, sein Beispiel wäre grundfalsch. Andererseits bin ich kein Pflegeexperte, und lade dich ein hier oder bei maschi allfällige Kritik anzubringen.

  • Am 15. Januar 2008 sagte hc voigt:

    ???

    ich kann da nicht mit, ich versteh die faszination dieser kristallinen modellierungen nicht. mittlerweile hat ja nicht nur der kapazunder kritikus dem beitrag seine erfurcht erwiesen sondern noch weitere … schmeck’s.

    die frage ob richtig oder falsch oder halbrichtig, ich würde die bereits ablehnen. das hieße die berechtigung der fragestellung akzeptieren. es handelt sich um ein modell das in sich geschlossen ist, nie ohne tautologien auskommen kann. es produzierte seine eigene (tautologische) logik, ist in sich immer wahr, hat aber keine anknüpfungspunkte zu irgendeiner realität.

    Du beschäftigst doch zuletzt laufend damit.
    nun liegt es mir fern, maschi mit dem irgendwie mit diesen vögeln in einen zusammenhang zu bringen. es gilt allein für die struktur der modelle das gleiche, inhaltlich hat es nichts miteinander zu tun. das reinkippen auf eine kristalline tautologische konstruktion, der mit wahr falsch nie auch nur eine fingerbreit beizukommen ist.

    lange rede kurzer sinn, ich weigere mich nicht eigentlich, kritikpunkte anzubringen, es kommt mir aber absurd vor.
    bevor ich das tue, folgender vorschlag, folgende bitte, spiel mal einen testgang durch:
    lies das ganze nach dem von maschi so geschätzten popper und dem prinzip der falsifikation.
    lies das ganze v.a. mit folgender intention: möglichst alle implizit mit eingebauten vorannahmen aufzulisten, wie viele, welche und … wie sind sie zu bewerten.

    dann stehe ich rede und antwort.

  • Am 15. Januar 2008 sagte hc voigt:

    der witz fällt mir jetzt erst auf. gleich darunter der link zum video, in dem uri geller artige zauberei rational erklärt wird. touché.

  • Am 15. Januar 2008 sagte Georg Pichler:

    uff, derzeit fehlt mir die zeit nebenher zu den unitexten auch noch popper zu lesen – das wird ein bisschen viel ;)

    Grundsätzlich impliziert bzw. nimmt maschi in seinem Beitrag an, dass die angestrebte pflegelösung der GroKo keine Lösung ist, und schildert die Konsequenzen beispielhaft mit Herrn Lebemann und Frau Sparefroh. Wenn seine Vorannahme halbwegs zutrifft, so sind seine Beispiele auch schlüssig. Andererseits stellt sich die Frage ob ein solches Modell überhaupt durch alle politischen Bearbeitungs- und Prüfverfahren durch beschlossen würde. Und da ist ein wenig das Problem: Ich bin wie gesagt kein Experte auf dem Gebiet, finde den Beitrag (in der Annahme dass das auf was er sich bezieht weitestgehend real ist) aber interessant.

    Über den Stil kann man sicherlich streiten, unter oben genannten Bedingungen ist er zwar immer noch bewusst emotionalisierend, aber deswegen nicht falsch. Wie gesagt, ich bin kein Experte und setze voraus, dass sich maschi mit dem Pflegethema auseinandergesetzt bevor er sich den Beitrag aus den Fingern geleiert hat.

  • Am 15. Januar 2008 sagte maschi:

    Ich habe mir mit meinem Blog vorgenommen, einfach frei zu assoziieren, meine eigenen Gedanken damit besser zu sortieren und damit vielleicht ab und zu jemand Vorbeikommenden zum Nachdenken anzuregen. Es kann nicht darum gehen, komplette Modelle zu präsentieren, sondern Dinge aufzuzeigen, die einem auffallen. Vielleicht in Folge Möglichkeiten ausloten – dafür bräuchte es Diskussion, allerdings auch über die Dinge, die wir gemeinhin nicht mehr hinterfragen. Gerade dort wirds für mich ja interessant.

    Weltbeobachterin hat unlängst auf einen Beitrag über Querdenker verwiesen, in dem u.a. auch davon die Rede war, dass solche öfter mal dem Problem ausgesetzt sind, dass sie scheinbar das Geschäft der Gegenseite erledigen. Vielleicht regt das Herrn Voigt zum Nachdenken an. Mein “Problem” ist sicher manchmal, dass ich so wenig Angst davor habe, in meiner Persönlichkeit missinterpretiert oder missverstanden zu werden. Ich brauche mich daher nicht in jedem Beitrag komplett zu präsentieren.

    Herrn Voigts Kommentare hier machen mich aber dennoch ehrlich traurig. Denn erstens: Ich schätze ihn sehr, nicht zuletzt auch aufgrund seiner konstruktiven Beiträge im demokratischen Salon von Herrn Reimon. Weiters: Warum setzt er sich nicht bei mir und inhaltlich damit auseinander? Aber nein, er bleibt allgmein und listet geistig “implizit mit eingebaute vorannahmen” auf, dh für mich, er ist momentan dabei, mich in irgendein ideologisches eck zu stellen, in dem ich im übrigen sicher nicht bin.

    ich bin lediglich kritisch allem gegenüber – und möchte mich frei machen davon, irgendeiner ideologischen gruppe ständig gefallen zu müssen. argumente müssen überzeugen – und sie müssen den heute lebenden menschen etwas bringen.

    das kritische denken ist im übrigen der hauptpunkt, den man von popper lernen kann. dass linke ihn oft als liberales feindbild identifizieren hängt vermutlich manchmal damit zusammen, dass er – nachdem er in jungen jahren übrigens selbst kommunist war und sein geschärftes auge für die soziale frage auch nie verloren hat – später marx regelrecht zerlegt hat (zu recht). meist hängt es eher damit zusammen, dass er nicht gelesen wird: der ihm zugeschriebene “liberalismus” kommt in seinen büchern eigentlich kaum vor.

    Ganz kurz zum Inhaltlichen der Pflegedebatte: Es gibt eine einfache Alternative zum Zugriff auf Vermögen: Eine allgemeine Finanzierung der Pflege über Steuern oder die Sozialversicherung. Wenn ich heute schwer krank werde und ins Spital muss, dann kommt ja auch niemand auf die Idee, mich deshalb bis auf die Unterhose zu pfänden. Meinen – je nach Leistungsfähigkeit mehr oder weniger grossen – Beitrag zur Finanzierung leiste ich ja laufend.

    Das ist für mich eigentlich so evident, dass es einfach unspannend ist, das in einem Beitrag, der kompakt bleiben soll und eine Geschichte erzählen soll, weiter auszuwalzen.

    Mit Grüssen.

  • Am 15. Januar 2008 sagte maschi:

    Ergänzung noch für Georg: Es geht gar nicht so sehr um die angestrebte Pflegelösung der GroKo, sondern um jahrzehntelang praktizierte Realität stationärer Pflege. Auch die bei mir abgebildete Tabelle der APA bezieht sich primär auf den Status Quo bei stationärer Pflege.

  • Am 15. Januar 2008 sagte Martin:

    Hallo!
    Der link zur onliedemo scheint nicht zu funktionieren.
    Ansonsten aber eine interessante Linksammlung.
    schöne grüße

  • Am 15. Januar 2008 sagte Georg Pichler:

    Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

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