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Die Salzburg Odyssee – mit Post und ÖBB #2

Eben habe ich bei der Postfiliale 5020 in Salzburg angerufen und erneut um den Verbleib meines Briefes mit Vorteilscard gefragt, nach mehrminütigem Aufenthalt in einer Warteschleife mit sarkastisch anmutender “Have a good, good time” Musik. Eine freundliche Dame machte sich nach Bekanntgabe der Sendungsnummer auf die Suche nach dem Poststück und überließ mich wieder der telefonischen Zwangsbeschallung, bis sie schließlich wieder an den Hörer ging. Das Resultat: Der Brief ist gestern (gut drei Wochen nach seinem Einlangen) wieder aufgetaucht und soll heute retour geschickt werden. Den versprochenen Anruf der Kollegin, die mir gesagt hatte sie würde bei der Zentrale nachfragen, hatte ich nie bekommen.

Trotzdem, eine gute Nachricht, weil ich damit eine Chance habe, dass die Vorteilscard in dieser Woche noch bei mir daheim einlangt. Jedoch brauchte ich noch eine Argumentationshilfe, um mir die zuviel gezahlten Fahrtkosten für meinen Wien-Trip von der ÖBB zurückzuholen. Meine Vorstellung davon war ein Zettel mit Post-Stempel, auf dem steht: “Wir bestätigen hiermit, dass der Brief mit Sendungsnummer XYZ am 28.01.2008 bei uns in der Post-Filiale 5020 eingelangt ist, aber leider bis zum 18.02.2008 unauffindbar war.” Doch so leicht macht es die Post ihren Kunden nicht.

Da müssen in der Filiale erst noch Beschwerdeprotokolle gesichtet und – noch witziger – Zuständigkeiten geklärt werden. Weil dort offensichtlich Chaos herrscht war mein zweimaliges Aufkreuzen zwecks Briefabholung natürlich nicht vermerkt, dafür wurde ich mehrmals gefragt, ob ich noch wisse, mit welcher Mitarbeiterin ich da damals denn am Schalter gesprochen hätte. Das ergibt eine tolle Kombination aus der Unfähigkeit eines Quasi-Monopolisten und meinem miesen Personengedächtnis, wobei letzteres nicht für die Zustellung von Briefen in und aus ganz Österreich zuständig ist. Also wurde mir auf meinen Einwand und wiederholten Hinweis auf die Nötigkeit auf eine schriftliche Ausführung der “logistischen Ungereimtheiten” eine Nachfrage und Rückruf versprochen. Meine Antwort: “Diesmal wirklich?”

Ja, diesmal war es kein leeres Versprechen, denn etwa zehn Minuten darauf klingelte mein Handy und eine andere der Angestellten meldete sich auf der drüberen Seite. Diese leitet nun (!) eine Nachforschung ein, die aufgrund des weitgehend geklärten Sendungsverlaufs angeblich nicht lange dauern soll. Zuvor schilderte ich ihr – once again – meinen Leidensweg bei der ganzen Sache, damit im gedruckten Protokoll, dass ich als Resultat aus Wien zugeschickt bekommen sollte (wie gesagt, es hatte ja niemand was in die Beschwerdedatenbank eingegeben), damit es darauf nicht so aussieht, als hätte ich bloß vergessen, den Brief abzuholen.

Im Idealfall bekomme ich also meine Vorteilscard in diesen Tagen an meine oberösterreichische Adresse und bald darauf ein brauchbares und bestätigtes Verlaufsprotokoll an jene in Salzburg. Mit dem, und meiner Fahrkarte, kann ich dann am Schalter der ÖBB um Rückerstattung ansuchen.

Das wird ein Spaß.*

* Sarkasmus

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