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Endlich…

…sagt einmal jemand im Fernsehen, dass die Neutralität im klassischen Sinne dahin ist. Danke, Heinz Mayer. Dann zitiert Wolfgang Schüssel einen Peter Pilz. SPÖ, ÖVP und Grüne einigen sich darauf, dass der Reformvertrag ein Fortschritt, aber deswegen noch nicht alles rosig ist. Heinz-Christian Strache legt letztendlich doch dar, dass die Position der FPÖ zur EU eigentlich gar keine und dazu auch noch äußerst paradox und ohne Alternativen ist. Peter Hojac Westenthaler verliert sich in erfolgloser Angstmache. Mein Resümee der zweiten Hälfte des heutigen “Im Zentrum”.

Obwohl ich diesesmal auch dem schwarzen Schattenkanzler in vielen Punkten beipflichten würde so wirkte er letztlich doch etwas abgehoben, als Preiswahrheiten und das Informationsdefizit zur Sprache kamen. Glawischnig kam – wie üblich – nicht schnell genug zum Punkt und wollte wieder auf jedes Detail eingehen. Am besten von den drei Erträglichen hielt sich heute Abend Josef Cap, der sich durchaus zu einem gemeinsamen Europa bekannte, aber auch recht direkt verbesserungswürdige Punkte ansprach (sorry, Eva).

Insgesamt dürfte die Sendung einen eher positiven Eindruck im Sinne der EU-Meinungsbildung hinterlassen haben. Die Probleme lösen sich natürlich nicht alle von selber mit dem Vertrag, aber einiges wird besser. Auch in punkto Bürgerinformation macht die Union kleine Schritte nach vorne. Die Sozialunion wird endlich als Begriff verankert , mögen dem Taten folgen. Eine Abstimmung unter allen “Betroffenen” mit entsprechender Vorlaufzeit, auch um endlich besser zu informieren und hirnlosem Bashing und der Verbreitung von Unwahrheiten Einhalt zu gebieten, hätte ich trotzdem gerne gesehen. Überübermorgen wird das Parlament den Vertrag billigen (live zu sehen in ORF2).

Wie waren eure Eindrücke des heutigen “Im Zentrum”? Wer hielt sich gut, wer schlecht? Wer lag falsch, wer hatte Recht? Und warum?

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2 Kommentare

  • Am 7. April 2008 sagte weltbeobachterin:

    also ich fand Schüssel, ehrlich gesagt am souveränsten von den Politikern. Wieso? Er zählte gute Gründe auf. Auch der Cap gab gute Antworten. Nun zu Eva Glawischnigg. Ich finde, dass sie weniger gute Antworten geben konnte, da sie dauernd von Strache und Westenthaler unterbrochen wurde. Das habens beim Cap und Schüssel nicht durchhalten können, weil Ihnen der Schüssel die Schneid abkaufte und der Cap einfach eine goscherte Antwort zurück gab. Strache und Westenthaler haben die Glawischnig zu deutlich gezeigt, was sie von ihr halten gar nichts. und mich hat einfach dieser Chauvinismus aufgeregt. Die Thurnher habens auch ignoriert.

  • Am 7. April 2008 sagte Tom Schaffer:

    der reformvertrag is das falsche thema für im zentrum. da werden nur depperte parteipositionen ausgetauscht – insbesondere von den rechtsparteien. das gehört in den klub 2 bzw. in einzelne sommergespräche, wo man sich undogmatischer bzw. ausführlicher und kritischer mit einzelnen standpunkten auseinandersetzen kann…

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