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Vorolympische Gesten der Menschlichkeit


photo credit: .ack-online.de

Sommer-Olympia 2008 steht quasi vor der Tür. Wie allgemein bekannt sind es nur noch wenige Monate, bis im Reich der Mitte jenes große Sportevent ausgetragen wird, dass ursprünglich auch für politischen Frieden stand. Im kleinen merkt man die an und für sich völkerverbindende Funktion des Sportes heute noch. “Fußball verbindet.”, “Die Welt zu Gast bei Freunden.” und viele andere Slogans fallen mir da im Bezug auf den Fußball ein. Die olympische Fackel kann historisch gesehen als Symbol des Friedens gesehen werden. Doch wenn heute dieses Friedenslicht durch die Welt getragen wird, regnet es nicht Applaus, sondern es hagelt Protest. China mag sich dem Westen gegenüber als netter Gastgeber präsentieren, denn seine Macht auf eben jenen Westen ist (noch?) vergleichsweise beschränkt. Jenen, die von den Pekinger Postkommunisten kontrolliert werden, ergeht es da ganz anders.

Tibet ist da der aktuelle Fall. Eine nunmehr seit langem besetzte Provinz mit eigener Kultur, die zusehends “chinesifiziert” wird. Politisch wie kulturell. Widerspruch wird nicht geduldet und hart bestraft. Umso erbarmungsloser ist die Vergeltung für Unabhängigkeitsbestrebungen. Olympia ist für Tibet Fluch und Segen zugleich: Ohne den kommenden Sommerspielen hätte die Welt von der Situation im Hochland kaum Notiz genommen. Die Chance auf Änderung wird jedoch verspielt, und macht es umso wahrscheinlicher, dass dort noch härter durchgegriffen werden wird, wenn alle Medaillen vergeben und alle Kameras wieder eingepackt sind. Auch wenn einige Schilderungen über den Einsatz chinesischer Sicherheitskräfte übertrieben sind und der Zustand des ehemaligen Königreichs vor der Annektierung gern allzu idyllisch beschrieben wird, ist die Situation an sich untragbar. Der Sport aber wendet sich ab, der IOC verleugnet die einstige Bedeutung dieser uralten Sportspiele und erwägt stattdessen die temporäre Eliminierung der Fackel, also des Friedenszeichens.

Man muss es fast als Hohn bezeichnen, wenn ÖOC Vertreter (damit also IOC Mitglieder) im TV von Verbesserungen sprechen und beinahe euphorisch berichten, dass westliche Reporter angeblich keinerlei Bewegunseinschränkungen haben sollen. Wie ernst es China mit derlei Freiheiten ist, sieht man wenn zehntausende Studenten aus dem Ausland zwei Monate lang des Landes verwiesen werden. Es ist eine sehr große, schlechte Inszenierung, die eigentlich keiner glaubt, aber anscheinend auch keiner so richtig bekämpfen mag, der es könnte.

Der Blick muss sich auch über die Grenzen des Milliardenstaates richten. Dort greift das wirtschaftlich aufstrebende Riesenreich nach den Ressourcen des Welt-Armenhauses Afrika. In Simbabwe wurde vor kurzem gewählt, und allem Anschein nach entschieden sich die Urnengänger gegen ihren bisherigen Diktator Robert Mugabe. Der spielt nun seit Wochen Katz’ und Maus mit der als siegreich geltenden Opposition. Die Ergebnisverkündung wird verzögert, Stimmen werden neu ausgezählt. Man mag denken, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis Mugabe und seine alte Garde die Zügel in andere Hände legen müssen, und das derzeitige Verschanzen nur ein letzter Reflex ist. Denn leicht werden es auch seine Nachfolger nicht haben, bei einer Inflation von 160.000% , grassierender Armut und Korruption. Dem Instability Index 2007 entnehme ich, dass Simbabwe das viertinstabilste Land der Erde ist, knapp hinter dem Sudan, dem Irak und Somalia. Trotz allem fassen Firmen aus dem Lande des Olympiagastgebers dort Fuß.

Angesichts der postelektionären Pattsituation in den afrikanischen Subtropen sieht sich China offenbar zu vorolympischen Gesten der Menschlichkeit genötigt. Vor kurzem lief ein chinesischer Frachter in einen Hafen der Republik Südafrika ein. Der Inhalt: 77 Tonnen an Munition und Waffen. Zielort: Simbabwe.

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2 Kommentare

  • Am 21. April 2008 sagte Gamer-Maus » Re: Erfahrung mit neuer Apple-Maus - Apple brüskiert Händler: Neue Maus nur o…:

    [...] Die meisten Mac-User sind übrigens froh, dass Apple bei der > Eintastenmaus geblieben ist. Das hat nichts mit Nostalgie zu tun, > denn > Eintastenmäuse sind ergonomischer (!) [...]

  • Am 25. April 2008 sagte Gamer-Maus » Re: EILIG - Win 98 Fehlermeldung “keine Maus gefunden”, obwohl Maus angeschlosse - Peripherie: Eingabegeräte:

    [...] maus > Wenn dein MB eine Kabelverbindung zum PS2 Port hat, solltest Du den > > jenigen der dir das MB verkauft hat erschlagen! > > > > Falls Du eine baugleiche Maus hast, schliess die mal an! > > Wenn dann genau das gleiche Verhalten auftritt… ganz normal > > starten, GeräteMGR aufrufen und alles was MAUS heisst rauswerfen! > > Neustarten! > > > > Könnte helfen! > > > Kann nicht booten, PC bleibt bei Fehlermeldung hängen….. schlecht… d.h. das Problem besteht immer noch? hast Du denn inzwischen eine andere Maus versucht? Wurde am PC etwas verändert? (wg. Hinweis von Spencer Tracy, IRQ 12 doppelt belegt) sind denn besonders viele Karten im Rechner oder ist das ein Brot Butter Rechner mit Graka Sound und das wars? Falls keine andere Maus zur Verfügung steht, könnte auch ein Test mit Knoppix zumindest etwas Klarheit bringen: wenn es dann geht, ist Windows verbogen. ich sehe 3 mögliche Ursachen: – Maus defekt – PS/2 Port defekt/falsch konfiguriert – Windows Fehlkonfiguration [...]

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