
Auch ich habe mich der Aktion “Endorsement ‘08” von feuerhaken.org angeschlossen, und will in diesem Beitrag meine – wenig überraschende – Wahlempfehlung abgeben und auch begründen. Eigentlich hatte ich auch geplant, einen kleinen Blick auf alle anderen bundesweit antretenden Parteien zu werfen, nebst dem einen oder anderen Satz, weshalb sie mich nicht überzeugen konnten. Nach reiflicher Überlegung, habe ich mich jedoch entschlossen, mich kürzer zu fassen.
Wer mich, oder wenigstens meine Beiträge kennt, dem muß ich vermutlich nicht erklären, weshalb FPÖ, BZÖ, RETTÖ oder die Christen keine Option für mich sind. Politik der Angst ist Politik der Vergangenheit, und da gehört sie auch – endlich – hin.
Mit der KPÖ befasse ich mich zuwenig, doch die mir bekannten Plakate wirken wenig wegweisend. Auch Mirko Messner konnte mich gestern nicht überzeugen. Denn zu interessanten Ansätzen lieferte er durchwegs unausgegorene, kaum bis gar nicht umsetzbare Ideen.
Die ÖVP hat mich in den vergangenen sieben Jahren, die SPÖ in den letzten 20 Monaten gehörig vergrault. Tendentiell sind mir letztere trotzdem noch einen Tick sympathischer, was aber nichts daran ändert, dass man in der Oppositionszeit keine echte Erneuerung gefunden hat.
Das LIF ist mir sympathisch, wohl weil in vielen Positionen auf grüner Linie. Auch wenn Heide Schmidt eine schillernde Persönlichkeit ist, vertraue ich (und das begründet sich nicht ausschließlich durch die Zach-Affäre) weiterhin jener Partei, die nun konsequent seit vielen Jahren gute Oppositionspolitik betreibt.
WAHLEMPFEHLUNG: Die Grünen
Konsequent hielten die Grünen dem schwarz-blauen Rechtsruck und der rotschwarzen Visionslosigkeit eine Politik der Zukunft und Offenheit entgegen. Seien es nun ein faires Zuwanderungsmodell, humane Asylpolitik oder ein friedliches Miteinander der Kulturen. Oder Entlastung durch die Energiewende, der Kampf gegen den Klimawandel, das Eintreten für Tierschutz und das Ringen um Rechtsstaatlichkeit. Ich könnte freilich noch mehr Schlagworte aufzählen und ins Detail gehen, doch sind es meine persönlichen Erfahrungen, die meine Wahlentscheidung wirklich komplettieren.
Ich bin erst seit wenigen Monaten Mitglied der Grünen. Im Juli und August habe ich im Salzburger Landesbüro mein fürs Studium notwendige Praktikum absolviert und bin in Salzburg (auch ein wenig in OÖ) im Wahlkampf dabei. Neben den netten Kollegen im Büro habe ich viele Repräsentanten der Grünen in Salzburg Stadt und Land kennengelernt, und bin dabei stets auf sympathische, kluge und engagierte Leute gestoßen, die sich abseits ihres Berufes wichtige Anliegen vertreten. Seien es nun die hiesige Abgeordnete Birgit Schatz, oder “einfache” Gemeinde- und Bürgerlistenvertreter wie etwa Bernhard Carl oder Cyriak Schwaighofer. Mit einigen von ihnen bin ich durch die Gemeinden getourt, habe grüne Wahlkampfstände betreut und bin in Salzburg Stadt auf Radtour gegangen.
Die Grünen, so mein starkes Gefühl, meinen es ehrlich gut mit ihren Mitmenschen, auch mit jenen die sie gar nicht wählen. Das ist letztlich der Grund, warum ich dabei bleiben will. Und warum ich ihnen am 28. September meine Stimme geben werde.





Ich finds echt gut, dass das jetzt keine hochtrabende Analyse geworden ist, sondern eine sehr symphatische, persönlich gehaltene Wahlempfehlung. Danke!
Gelungene persönliche Wahlempfehlung. Ich denke auch, aus “ausländischer” Sicht, dass die Grünen die bestmögliche Wahl darstellen. Die SPÖ ist eine einzige Enttäuschung.
Meine Wahl08……
… soll im Sinn des von Feuerhaken gestarteten Endorsement 08 auch kein Geheimnis bleiben. Ich entscheide mich für
Leider fehlt mir in einem für mich extrem stressigen September zwar einfach die Zeit, dies ähnlich ausführlich wi…
[...] Georg Pichler wird, so schreibt er in einer mit seiner Biographie (regionalen Erfahrungen, er ist Mitglied der Grünen) verwobenen Begründung, trotz Sympathien für die Liberalen, (wieder) die Grünen wählen, denn diese “meinen es ehrlich gut mit ihren Mitmenschen, auch mit jenen die sie gar nicht wählen.” [...]
Ich würde ja auch die Grünen wählen, wenn ich es dürfte (bin aber halt deutscher Staatsbürger). Den Van der Bellen durfte ich gestern sogar persönlich kennenlernen (und interviewen), ein netter Mann, dem ich auch seine Aussage, dass er bei möglichen Koalitionen Farbenspielen mit Blau oder Orange ausschließt. Anders als die anderen Parteien.
[...] in den letzten Wochen untergekommen sind, gehen entweder in Richtung grün (Tom Schaffer, HC Voigt, Georg Pichler, Franz Joseph, ich) oder liberal (Martin Schimak, Ritchie Pettauer, Andreas Lindinger, Flaneur, [...]