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Ach, Südafrika

Thabo Mbeki - World Economic Forum on Africa 2008

Es bedarf nur dieser einen Statistik; dieser einen, sechsstelligen Zahl, um das Erbe des Thabo Mbeki zusammenzufassen: 356.000. Für so viele Tote ist seine antiquierte, ignorante, menschenverachtende AIDS-Politik verantwortlich.

Seine törichte Gesundheitspolitik, die die Immunschwächekrankheit nie als Pandemie erkannt hat, ist ein weiterer Schandfleck auf der vermeintlich weißen Weste dieses selbst ernannten zweiten Mandelas. Antiretrovirale Therapien, die den Krankheitsverlauf zu mindern imstande sind, wurden ebenso wie Behandlungsmethoden für schwangere und bereits infizierte Frauen abgelehnt.

Die von einem Harvard-Kollegium veröffentlichte Studie, bezog sich dabei auf den Zeitraum von 2000 bis 2005, in dem die medizinische Hilfe oft unterlassen wurde. Die unter Mbeki angeführte (ANC-)Regierung dementierte bis zum Schluss den Zusammenhang zwischen dem HIV-Virus und Aids. Das Ergebnis: Südafrika ist das Land mit den meisten HIV-Infizierten. Mehr als neunhundert Menschen sterben laut der UN täglich an dieser Krankheit. Es besteht kaum Hoffnung, dass sich diese Politik unter Mbekis Nachfolger, Jacob Zuma, der spätestens nach den Wahlen im Frühjahr zum neuen Staatspräsidenten ernannt wird, wesentlich ändert.

Zuma ist übrigens derjenige, der noch immer unter dem Verdacht steht eine Frau vergewaltigt zu haben, die nachweislich HIV-Positiv ist. Er, so erzählte er später stolz, habe nicht verhütet, aber sich nach dem Sexualverkehr, der mit beiderseitigem Einverständnis vollzogen wurde, mehrfach geduscht.
Ach, Südafrika.

Creative Commons License photo credit: World Economic Forum

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