Und es war wirklich nicht ganz leicht und ziemlich langwierig. Doch mich haben die Reden von John McCain und Barack Obama in der Wahlnacht derart beeindruckt, dass ich beschlossen habe, sie komplett zu übersetzen, damit auch jene Freude daran haben können, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind. Zudem wars eine interessante Übung für mich, bei der ich einige interessante Phrasen gelernt habe. (Edit: Ja, es gibt schon Übersetzungen davon, aber selbstverständlich halte ich meine für die besten ;-) ).
Es sei vorweg gesagt, dass viele nationalistisch anmutende Floskeln “dort drüben” Usus sind, und der US-Patriotismus zwar sehr ausgeprägt, aber nicht bedrohlich ist. Wenig Freude hatte ich auch mit religiösem “God bless”-Geschwurbel, aber auch das fällt in dieselbe Kategorie wie eben erwähnte Redewendungen und begründet sich auch durch die stärkere Religiosität. Sei’s drum, selbst damit und der traditionellen Überdosis Pathos sind sie immer noch ergreifend. Ich habe mich bemüht die im Originalton 10 bis 15-minütigen Ansprachen sinngemäß und einigermassen stilvoll zu übersetzen. Fehler sind deswegen nicht ausgeschlossen, und etwaige Hinweise willkommen.
Zum Ansehen der Reden einfach auf die jeweiligen Links klicken, der Volltext sollte dann ausklappen…
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CONCESSION SPEECH VON JOHN MCCAIN (Originalabschrift lesen)
Danke. Danke, meine Freunde. Danke, dass ihr gekommen seid an diesem schönen Abend in Arizona.
Meine Freunde, wir sind… wir sind an das Ende einer langen Reise gelangt. Das amerikanische Volk hat gesprochen, und es hat klar gesprochen.
Gerade eben hatte ich die Ehre Senator Obama anzurufen und ihm zu gratulieren. Ihm zu gratulieren der nächste Präsident des Landes zu sein, das wir beide lieben.
In einem Wettbewerb, so lang und so schwierig wie diese Kampagne wie diese, ringt mir alleine sein Erfolg Respekt für seine Fähigkeiten und sein Durchhaltevermögen ab. Dass er es geschafft hat, in dem er die Hoffnungen von vielen Millionen Amerikanern zu wecken, die einst fälschlicherweise glaubten dass sie nichts bewirken oder nichts beeinflussen könnten in der Wahl eines amerikanischen Präsidenten, ist etwas dass ich ehrlich bewundere, und das Lob verdient.
Dies ist eine historische Wahl, und ich bin mir der besonderen Bedeutung für Afroamerikaner bewußt, und für den besonderen Stolz, der diese Nacht der ihre sein muss. Ich habe immer geglaubt, dass Amerika all jenen Möglichkeiten bietet, die die Kraft und den Willen haben sie zu ergreifen. Auch Senator Obama glaubt daran. Aber wir beide wissen, obwohl wir einen langen Weg von den alten Ungerechtigkeiten gegangen sind, die den Ruf unserer Nation befleckt und manchen Amerikanern alle Segen einer amerikanischen Staatsbürgerschaft verwehrt haben, dass die Erinnerung an sie immer noch die Kraft hatten, zu verletzen.
Vor einem Jahrhundert rief Präsident Theodor Roosevelts Einladung an Booker T. Washington, im Weißen Haus zu dinieren, in vielen Gegenden Empörung hervor. Amerika heute ist eine Welt weit weg von der grausamen und angsterfüllten Bigotterie dieser Zeit. Es gibt keinen besseren Beweis als die Wahl eines Afroamerikaners zur Präsidentschaft der Vereinigten Staaten.
Lasst uns jetzt keinen Grund schaffen, dass irgendein Amerikaner seine Landeszugehörigkeit würdigen kann, in dieser, der großartigsten Nation auf Erden.
Senator Obama hat etwas Großes für sich und für dieses Land erreicht. Ich applaudiere him dafür, und bekunde mein ehrliches Mitleid für seine geliebte Großmutter, die diesen Tag nicht mehr erlebte. Doch unser Glaube versichert uns dass sie in Frieden ruht in der Präsenz ihres Erschaffers, und mit stolz auf den Mann blickt den sie aufziehen half.
Senator Obama und ich haben unsere Unterschiede argumentiert, und er hat sich durchgesetzt. Es bleibt kein Zweifel, das viele dieser Unterschiede auch weiter bestehen. Dies sind schwierige Zeiten für unser Land. Und ich biete ihm heute Nacht an, alles in meiner Kraft zu tun um dieses Land durch die vielen Herausforderungen zu führen, die wir annehmen müssen.
Ich rufe alle Amerikaner die mich unterstützten auf, mir nicht nur darin zu folgen, ihm zu gratulieren, aber unserem nächsten Präsidenten unseren guten Willen und ehrliches Bemühen anzubieten um Wege zu finden, zusammen zu kommen die nötigen Kompromisse zu finden, um unsere Unterschiede zu überbrücken und unseren wohlstand wiederherzustellen, unsere Sicherheit in einer gefährlichen Welt zu verteidigen und unseren Kindern ein stärkeres, besseres Land zu hinterlassen, als wir vorgefunden haben.Was auch immer unsere Verschiedenheiten waren, wir sind alle Amerikaner. Und bitte glaubt mir wenn ich sage, dass keine Verbindung mir je mehr bedeutet hat als diese.
Es ist natürlich… Es ist nur natürlich heute Nacht Enttäuschung zu fühlen. Doch morgen müssen wir sie überwinden, und zusammen daran Arbeiten unser Land wieder in Bewegung zu kriegen. Wir haben gekämpft… wir haben gekämpft so gut wir konnte. Und obwohl wir den Kürzeren gezogen haben ist das Versagen das meinige, nicht eures. Ich bin allen von euch aus tiefstem Herzen dankbar für die große Ehre eurer Unterstützung und alles was ihr für mich getan habt. Ich wünschte, das Resultat wäre ein anderes, meine Freunde.
Der weg war von Anfang an schwierig, doch eure Unterstützung und eure Freundschaft stand nie in Frage. Ich kann nicht in Worte fassen, wie tief ich in eurer Schuld stehe. Besonders dankbar bin ich meiner Frau, Cindy, meinen Kindern, meiner geliebten Mutter und meiner ganzen Familie, und den vielen alten und wertvollen Freunden die an meiner Seite gestanden sind auf allen Höhen und Tiefen dieser Kampagne. Ich war immer ein glücklicher Mann, und niemals glücklicher für die Liebe den Mut, die ihr mir gegeben habt.
Ihr wisst, Wahlkämpfe sind oft schwieriger für die Familie eines Kandidaten, als für den Kandidaten selbst, und das bewahrheitete sich bei dieser Kampagne. Alles was ich als Kompensation nun anbieten kann ist meine Liebe und meine Erkenntlichkeit, und das Versprechen ruhevoller Jahre in der Zukunft.
Ich bin auch… Ich bin auch, natürlich, Governour Sarah Palin sehr dankbar, eine der besten Kämpferinnen die ich jemals gesehen habe, und eine eindrucksvolle, mneue Stimme in unserer Partei für Reform und die Prinzipien die schon immer unsere größte Stärke gewesen sind, und auch ihrem Mann Todd und ihren fünf wunderschönen Kindern für ihre unermüdliche Aufopferung für unser Ziel, und den Mut und die Güte die sie gezeigt haben im harten Alltag einer Präsidentschaftskampagne. Wir können alle mit großem Interesse auf ihre Zukunft freuen, in der sie weiter Alaska, der republikanischen Partei und unserem Land dienen wird.
Zu all meinen Kampagnenkameraden, von Rick Davis und Steve Schmidt und Mark Salter zu jedem einzelnen Freiwilligen der so hart und unerbittlich, Monat für Monat, im schwierigsten Wahlkamf der Moderne gekämpft hat: Ich danke euch so sehr. Eine verlorene Wahl wird mir niemals mehr bedeuten als das Privileg eures Glaubens und eurer Freundschaft.
Ich weiß nicht… Ich weiß nicht was mehr wir hätten tun können um diese Wahl zu gewinnen. Ich überlasse es anderen, dies herauszufinden. Jeder Kandidat macht Fehler, und ich bin sicher dass ich meinen Anteil hatte. Doch ich werde keine Sekunde daran vergeuden daran zu denken, was vielleicht andernfalls gewesen wäre.
Diese Kampagne war und wird die größte Ehre meines Lebens bleiben, und mein Herz ist mit nichts anderem als Dankbarkeit für diese Erfahrung gefüllt, und dem amerikanischen Volk, dass mir eine gerechte Anhörung erlaubt hat bevor es entschied, dass Senator Obama und mein alter Freund Senator Joe Biden die Ehre haben sollen, uns durch die nächsten vier Jahre zu führen.
Ich wäre nicht… Ich wäre kein Amerikaner wert dieser Bezeichnung würde ich ein Schicksal bereuen, dass mir das außergewöhnliche Privileg erlaubt hat, diesem Land ein halbes Jahrhundert lang zu dienen. Heute war ich ein Anwärter auf das höchste Amt dieses Landes, das ich so liebe. Und heute bleibe ich sein Diener. Das ist Segen genug für jedermann, und ich danke den Einwohnern Arizonas dafür.
Heute Nacht… Heute Nacht, mehr als in jeder anderen Nacht, halte ich in meinem Herzen nichts als Liebe für dieses Land und für all seine Einwohner, egal ob sie mich oder Senator Obama… ob sie mich oder Senator Obama unterstützt haben.
Ich wünsche jenem Mann, der mein früherer Gegner war und mein künftiger Präsident sein wird, viel Erfolg. Und ich rufe alle Amerikaner, so wie ich es oft im Wahlkampf getan habe, nicht an unseren einstigen Differenzen zu verzagen, doch stets an das Versprechen der Großartigkeit Amerikas zu glauben, denn nichts ist hier unerreichbar.
Amerikaner halten nicht an. Wir geben niemals auf. Wir verstecken uns nicht vor der Geschichte. Wir schreiben Geschichte.
Ich danke euch, Gott segne euch und Gott segne Amerika. Ich danke euch allen so sehr.
VICTORY SPEECH VON BARACK OBAMA (Originalabschrift lesen)
Wenn es da draußen jemanden gibt, der immer noch zweifelt dass Amerika ein Ort ist wo alles möglich ist, wer sich immer noch wundert ob der Traum unserer Gründerväter heute noch lebt, der immer noch die Stärke unserer Demokratie in Frage stellt – heute Nacht gibt eure Antwort.
Es ist die Antwort jener Schlange an Leuten, die sich um Schulen und Kirchen erstreckt hat, in einer Zahl wie sie diese Nation noch nie zuvor erlebt hat. Leute, die drei Stunden und vier Stunden gewartet haben, viele zum ersten Mal, weil sie glaubten dass diese Zeit anders sein muss, dass ihre Stimme diesen Unterschied machen könnte.
Es ist die Antwort, ausgesprochen von Alt und Jung, Arm und Reich, Demokrat und Republikaner, Schwarz, Weiß, Latino, Asiate, Ureinwohner, homosexuell, heterosexuell, behindert und nicht behindert – Amerikaner die eine Botschaft an die Welt geschickt haben, dass wir nie eine Ansammlung roter Staaten und blauer Staaten waren. Wir sind – und werden es immer sein – die Vereinigten Staaten von Amerika.
Es ist die Antwort, die jene geleitet hat, denen so lange von so vielen gesagt wurde, dass sie zynisch sein müssten, und angsterfüllt, und im Zweifel darüber was sie erreichen könnten, wenn ihre Hände das Rad der Geschichte drehen und es einmal mehr in Richtung der Hoffnung auf bessere Zeiten drehen.
Es war eine lange Zeit des Anlaufs, doch heute, weil wir es an diesem Tag getan haben, in dieser Wahl, an diesem entscheidenden Moment, ist der Wandel nach Amerika gekommen.
Ich habe eben einen sehr großzügigen Anruf von Senator McCain erhalten. Er hat lange und hart gekämpft in dieser Kampagne, und er hat noch länger und noch härter für dieses Land gekämpft, dass er liebt. Er hat Opfer gebracht für Amerika, die sich viele von uns nicht ansatzweise vorstellen können und wir sind besser dran durch den Dienst dieses mutigen und selbstlosen Anführers. Ich gratuliere ihm und Governeur Palin zu allem was sie erreicht haben, und ich freue mich darauf mit ihnen daran zu arbeiten, das Versprechen dieser Nation in den kommenden Monaten zu erneuern.
Ich will meinen Partnern auf dieser Reise danken, ein Mann der mit seinem Herzen bei diesem Wahlkampf war und für die Männer und Frauen gesprochen hat, mit denen er auf den Strassen von Scranton aufgewachsen und mit denen er im Zug heim nach Delaware saß: Der gewählte Vize-Präsident der Vereinigten Staaten, Joe Biden!
Ich würde heute Nacht nicht hier stehen ohne der unbeugsamen Unterstützung meiner besten Freunden, dem Felsen unserer Familie und der Liebe meines Lebens, der nächsten First Lady des Landes, Michelle Obama. Sasha und Malia, ich liebe euch beide so sehr, und ihr habt euch ein neues Hündchen verdient, das mit uns ins Weiße Haus ziehen wird. Und auch wenn sie nicht mehr unter uns ist, so weiß ich doch dass meine Großmutter uns zusieht, gemeinsam mit der Familie die mich zu dem gemacht hat, der ich bin. Ich vermisse sie heute nacht, und meine Schuldigkeit ihnen gegenüber ist unermeßlich.
Meinem Wahlkampfmanager David Plouffe, meinem Chefstrategen David Axelrod und dem besten Kampagnenteam dass sich jemals versammelt hat in der Geschichte der Politik – ihr habt dies wahr gemacht und ich werde euch auf ewig für alle Opfer dankbar sein, die ihr dafür erbracht habt.
Doch vor allem werde ich niemals vergessen, wem dieser Sieg wirklich gehört – er gehört euch.
Ich war nie der wahrscheinlichste Kandidat für dieses Amt. Wir haben nicht mit viel Geld begonnen, oder vielen Empfehlungen. Unsere Kampagne wurde nicht in den Hallen von Washington aufgezogen – sie begann in den Hinterhöfen von Des Moines und den Wohnzimmern von Concord und den Terrassen von Charleston.
Sie wurde erbaut von arbeitenden Männern und Frauen, die von ihren kleinen Ersparnissen etwas abzweigten um fünf Dollar und zehn Dollar und zwanzig Dollar diesem Zweck zu widmen. Sie wurde gestärkt von den jungen Menschen, die die Mythen der Apathie ihrer Generation ablehnten, die ihre Heimat und ihre Familie für Arbeit verlassen haben, die wenig Bezahlung und noch weniger Schlag anbot. Von den nicht mehr so jungen Leuten, die der bitteren Kälte und sengenden Hitze widerstanden haben um an die Türen von völlig Unbekannten zu klopfen. Von den Millionen Amerikanern die sich freiwillig gemeldet und prganisiert haben, und beweisen dass nach zwei Jahrhunderten eine Regierung für die Menschen, von den Menschen immer noch möglich ist. Dies ist euer Sieg.
Ich weiß ihr tatet dies nicht bloß um eine Wahl zu gewinnen, und ich weiß ihr habt es nicht für mich getan. Ihr habt es etan, weil ihr die Gewaltigkeit unserer Aufgabe verstanden habt, die vor uns liegt. Und auch wenn wir heute Nacht feiern, wir wissen dass die Herausforderungen die uns der Morgen bringt die größten unserer Zeit sind: Zwei Kriege, ein Planet in Gefahr, die größte Finanzkrise in hundert Jahren. Obwohl wir heute hier stehen wissen wir, es gibt tapfere Amerikaner, die in der Wüste des Irak und den Bergen Afghanistans erwachen um ihr Leben für uns zu riskieren. Es gibt Mütter und Väter die wach im Bett liegen nachdem ihre Kinder eingeschlafen sind und sich fragen, wie sie ihre Schulden begleichen, wie sie die Arztrechnung bezahlen oder genug für das College sparen. Neue Energie muss nutzbar gemacht werden, und neue Arbeitsplätze müssen geschaffen, neue Schulen gebaut, neuen Gefahren begegnet und Allianzen repariert werden.
Der Weg vor uns wird lang sein. Unser Aufstieg wird beschwerlich. Wir werden vielleicht nicht in einem Jahr oder in einer Amtszeit dort sein, aber Amerika – ich war nie hoffnungsvoller als ich es heute bin, dass wir es schaffen werden. Ich verspreche euch, gemeinsam werden wir es schaffen.
Es wird Rückschläge und Fehlstarts geben. Es gibt viele die nicht mit jeder Entscheidung und Position einverstanden werde, die ich als Präsident einnehmen werde, und wir wissen eine Regierung kann nicht jedes Problem lösen. Doch ich werde euch immer ehrlich über unsere Herausforderungen berichten. Ich werde auf euch hören, besonders wenn wir nicht einer Meinung sind, ich werde auch auffordern sich mir anzuschlie0en diese Nation zu erneuern, auf dem Weg wie es seit 221 Jahren gemacht wird: Block für Block, Stein für Stein, Hand in Hand. Was vor 21 Monaten im tiefen Winter begonnen hat, darf nicht in dieser Herbstnacht enden. Dieser Sieg alleine ist nicht der Wandel, den wir suchen. Es ist nur unsere Chance, ihn wahr zu machen. Und das kann nicht geschehen, in dem wir den alten Weg wieder beschreiten. Es kann nicht ohne euch geschehen.
Also lasst uns einen neuen Geist des Patriotismus beschwören, von Verantwortung zu der jeder von uns beiträgt und härter arbeitet, und nicht nur auf sein Wohl achtet sondern auf das aller. Erinnern wir uns an das, was uns diese Finanzkrise gelehrt hat. Wir können keine blühende Wall Street haben, während die Main Street (Anm.: “die Leute auf der Straße”) leidet – in diesem Land stehen oder fallen wir gemeinsam, als ein Volk.
Lasst uns der Versuchung widerstehen in die gleiche Parteilichkeit, Kleinlichkeit und Unreife zu verfallen, die unsere Politik so lange vergiftet hat. Erinnern wir uns dass es ein Mann aus diesem Staat war, der das Banner der republikanischen Partei zum Weißen Haus getraggen hat, eine Partei gegründet auf den Werten der Eigenständigkeit, der persönlichen Freiheit und nationalen Einheit. Dies sind die Werte die wir alle teilen, und während die demokratishe Partei heute einen großen Triumph feiert, tun wir dies mit einem Maß an Bescheidenheit und Entschlossenheit um den Graben zu überbrücken der unseren Fortschritt behindert hat. Wie Lincoln einst zu einem Land sagte, das viel gespaltener war als das unsrige: “Wir sind keine Feinde, doch Obwohl unsere Leidenschaft den Bogen unserer Freundschaft überspannt haben mag, darf sie das Band unserer Zuneigung nicht zerreißen.” And an diese Amerikaner deren Unterstützung ich noch erarbeiten muss: Ich habe vielleicht nicht eure Stimme gewonnen, doch ich höre was ihr sagt, ich brauche eure Hilfe und ich werde auch eurer Präsident sein.
Und an alle, die uns heute fernab unserer Küsten zusehen, von Parlamenten und Palästen bis zu jenen die in den vergessenen Ecken dieser Welt um Radios versammelt sind – unsere Geschichten sind einzigartig, doch unser Schicksal teilen wir, und ein neuer Morgen amerikanischer Führerschaft steht bevor. An jene, die diese Welt niederreißen wollen: Wir werden euch besiegen! An jene die Frieden und Sicherheit suchen: Wir unterstützen euch. Und an all diese die sich gefragt haben, ob Amerikas Feuer immer noch so hell leuchtet wie einst – heute Nacht haben wir einmal mehr bewiesen, dass die wahre Stärke unserer Nation nicht auf der Macht unseres Militärs beruhgt oder dem Maße unseres Reichtums, sondern von der ewigen Kraft unserer Ideale. Demokratie, Freiheit, Möglichkeit und unbeugsame Hoffnung.
Denn dies ist das wahre Genie Amerikas – das sich Amerika wandeln kann. Unsere Union kann perfekt werden. Und was wir bereits erreicht haben gibt uns Hoffnung für all das, was wir morgen erreichen können und müssen. Diese Wahl hatte viele erste Male und viele Geschichten die über Generationen hinweg erzählt werden. Doch die eine, die mir heute in den Sinn kommt ist die einer Frau, die ihren Wahlzettel in Atlanta abgegebenen hat. Sie ist den Millionen anderen ähnlich die in einer Schlange standen um ihrer Stimme hörbar zu machen in dieser Abstimmung, bis auf eine Sache: Ann Nixon Cooper ist 106 Jahre alt.
Sie wurde eine Generation nach der Sklaverei geboren, eine Zeit als keine Autos auf den Straßen fuhren und keine Flugzeuge in der Luft flogen. Als jemand wie sie aus zwei Gründen nicht wählen konnte: Weil sie eine Frau war, und weil sie eine andere Hautfarbe hatte. Und heute Nacht denke ich an all das, was sie in ihrem Jahrhundert in Amerika gesehen hat. Leid und Hoffnung. Rückschritt und Fortschritt. Die Zeiten als uns erzählt wurde wir könnten nicht, und die Leute die sich mit amerikanischer Bekenntnis dagegen stemmten: Yes, we can.
Zu einer Zeit, als die Stimmen der Frauen stumm gehalten und ihre Begehren abgewiesen wurden, lebte sie um sie aufstehen, reden und nach dem Wahlzettel greifen zu sehen. Yes, we can.
Wenn Enttäuschung herrschte im Dust Bowl und Depression im Land herrschte, sah sie eine Nation die Angst selbst bezwingen mit einer neuen Idee, neuen Arbeitsplätzen und einem gemeinsamen Ziel. Yes, we can.
Als die Bomben auf unseren Hafen fielen und Tyrannei die Welt bedrohte, war sie da als Zeuge einer Generation die sich zu Großem erhob und eine Demokratie rettete. Yes, we can.
Sie war da als die Busse in Montgomery standen, die Schlangen in Birmingham, auf einer Brücke in Selma und ein Prediger von Atlanta den Leuten sagte: “We shall overcome.” Yes, we can.
Ein Mann betrat den Mond, eine Mauer fiel in Berlin, eine Welt wurde durch unsere Wissenschaft und Vorstellung verbunden. Und dieses Jahr, in dieser Wahl, berührte sie mit ihrem Finger einen Bildschirm, um eine Stimme abzugeben, denn nach 106 Jahren in Amerika – in den schönen Zeiten und finsteren Stunden – weiß sie, dass Amerika sich verändern kann. Yes, we can.
Amerika, wir sind so weit gekommen. Wir haben so viel erlebt. Doch es gibt noch so viel mehr zu tun. Darum sollten wir uns in dieser Nacht selber fragen: Wenn unsere Kinder das nächste Jahrhundert erleben, wenn meine Töchter das Glück haben sollten so lange wie Ann Nixon Cooper zu leben – welchen Wandel werden sie sehen? Welchen Fortschritt werden wir erreicht haben.
Die ist unsere Chance darauf zu antworten. Dies ist unser Moment. Dies ist unsere Zeit. Um unseren Leuten wieder Arbeit zu geben und die unseren Kindern Möglichkeiten zu eröffnen. Den Reichtum wiederherzustellen und das Ziel des Friedens zu verfolgen. Den amerikanischen Traum zurückzuholen und diese fundamentale Wahrheit zu bestätigen. Das wir viele, und doch eins sind und das wir, während wir atmen, wir hoffen und während wir dem Zynismus und dem Zweifel begegnen und denen die uns sagen, das wir es nicht schaffen, ihne antworten dass unser zeitloses Bekenntnis sich im Geiste eines Volkes vereinigt: Yes, we can.
Ich danke euch. Gott segne euch und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.






Deine Arbeit in Ehren. ;) Aber du hättest es auch leichter haben können – zumindest die Rede von Barack Obama. Die Presse hatte es bereits übersetzt…
hat McCains und Obamas Concession bzw. Victory speech übersetzt… http://is.gd/6LYc