
Über Robert Mugabe wurden nunmehr so viele negative Worte verloren, dass jedes weitere schon zu viel der Ehre für ihn wäre. Dennoch: Aufklärung tut Not, gerade im Hinblick auf das oftmals (wir berichteten) (medial) stiefmütterlich behandelte Afrika.
Simbabwe die Kornkrammer Afrikas. Das war einmal; lang, ganz lang ist dies her. Dann kam Robert Mugabe, umweht vom Heros des Befreiungskämpfers. Die NY Times fast das Erbe des seit 1980 an den simbabwischen Machthebeln waltenden Diktators wie folgt zusammen:
„Here are the fruits of Rubert Mugabe’s rule of horrors: political chaos, economic collapse, desperate food shortages, violence and now a fierce cholera epidemic.”
Letztere Cholera-Epidemie, hinter der die Regierungspartei Zanu-PF eine westliche Verschwörung vermutet, hat bis dato 16.000 Menschen infiziert; 800 von ihnen mussten bereits ihr Leben lassen.”
Schuld an dieser Misere sind nicht die „weißen Kolonialherren“ vergangener Tage, sondern die maßlose Ausbeutungspolitik des Robert M. Investitionen in Infrastrukturen wurden über Jahre hinweg unterlassen (siehe die mangelnde Wasserversorgung), zugunsten der eigenen Konten im Ausland. Die Kleptokraten um Mugabe haben jedes Maß verloren, was nicht nur durch die Repression von oppositionellen Bewegungen, sondern eben auch anhand des Umganges mit dem Volk, Mugabes „treuer Gefolgschaft“, immer evidenter geworden ist.
Die Wahlen hat Mugabe seinem Volk gestohlen und somit ihre Hoffnung auf einen Wechsel der Verhältnisse. Er ist drauf und dran dem Volk nun auch die noch minimal vorhandenen Lebensgrundlagen zu nehmen.
photo credit: Poldavo (Alex)





Auf Youtube gibt es einige sentimentale Erinnerungsvideos von Auswanderern an ihre alte Heimat, aus der Zeit als Zimbabwe noch ein exportierender Brotkorb war und Rhodesien hieß:
Salisbury Rhodesia 1976
Beautiful Rhodesia
Salisbury Rhodesia
Die Zahl 800 stammt soweit ich weiß von der Regierung selbst. Wer weiß, was tatsächlich stimmt und ob die Regierung überhaupt noch Statistiken führt.