Und plötzlich sind alle gegen Angela Merkel.
Von der Klima-Kanzlerin zur „Madam No“. Das geht ganz schnell. Und als “Madam No” wird sie nicht einmal mehr von ihren Kollegen aus Paris und London eingeladen.
„Super-Sarko“ trifft sich mit „Brandmeister-Brown“, offiziell um den nächsten Gipfel vorzubereiten, laden aber Emanuel Barroso ein und veranstalten einen kleinen Finanzgipfel.
Nur, dass das wirtschaftlich wichtigste Land Europas fehlt. Schaut Angela Merkel zu sehr auf den eigenen Haushalt? Oder können die beiden Retter der Finanzkrise die ewigen deutschen Bedenken nicht mehr hören?
Dabei sind es doch gerade die Argumente der Andersdenkenden, die diskutiert gehören. Statt dessen wird Angela Merkel ignoriert. Dabei kann sich niemand sicher sein, ob ihr Weg der des müden deutschen Michels ist, oder einer nach dem Motto „Keine Experimente“ (Konrad Adenauer).
Das wird wohl erst die nächste Generation an ihren Renten merken. Aber Merkel zu ignorieren, scheint mit sowohl in Anbetracht der Finanzkrise, als auch mit Blick auf eine europäische Konsenspolitik, sehr kurzsichtig.
Ignorieren sollte man statt dessen Vaclav Klaus. Dem selbsternannten „EU-Dissidenten“ widmet man aber wieder mal volle Aufmerksamkeit. Parlamentspräsident Hans-Gerd Pöttering überreicht ihm eine Europaflagge. Die gab es wohl als Geschenk von Daniel Cohn-Bendit. Klaus rastete aus, Bendit sprach von einem “verrückten Treffen” und da ist er, der SKANDAL.
Dabei könnte man den alten Herrn vom Hradcin doch wirklich ignorieren. Und statt ihn mit Symbolen zu provozieren, die er schon länger öffentlich ablehnt, könnte man es ja mal mit Erfolgen versuchen.
Einem gemeinsamen Konzept gegen Wirtschafts- und Finanzkrise wird Vaclav Klaus nicht viel entgegen setzen können. Von seiner neuen Partei “Libertas” (Richtig, so hießen auch die irischen EU-Gegner) hab ich bis jetzt noch nichts neues gehört. Aber vielleicht wollte er noch den Parteitag am Wochenende abwarten. Wir sind gespannt…
photo credit: Chesi – Fotos CC






Eigentlich machen doch alle großen Politiker gerade keine gute Figur, auch Brown und Sarkozy nicht: Gegen die Wirtschaftskrise helfen wegen nationale Schnellschüsse wie die Bankenverstaatlichung oder die Umsatzsteuersenkung, noch hilft zögerliches Herumplanen was. Das haben wir alles 1930 schon einmal gehabt und damals sind die Politiker kläglich gescheitert.
Nein, das einzige was helfen könnte wäre eine international koordinierte Förderung der Entwicklungsländer, des Bildungswesens und der Forschung in neue Technologien. Mit der Förderung der Entwicklungsländer könnten wir, auch wenn es böse klingt, neue Absatzmärkte erschließen, mit Forschung und Bildung und der Förderung neuer Technologien könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und zum einen die Folgen der Weltwirtschaftskrise abmindern und zum anderen den Anteil der regenerativen Energieerzeugung in der Welt steigern. Sei es durch die Forcierung neuer Automobilantriebe (die die Autobauer bisher verschlafen haben, ein Grund ihrer Misere) oder das Umstellen von Kohle und Öl-Verbrennung auf andere Energieträger (denn Öl sollte man in der heutigen Zeit nicht mehr verbrennen, es wird für zuviel anderes benötigt).
Nebenbei: Guter Artikel, pointiert geschrieben, nicht schwafelnd und gut zu lesen. (einige Artikel in diesem Blog sind leider meist eher ausladend geschrieben :D)
Merkel: Von der Klimakanzlerin zur Madam No – http://is.gd/aQlW