
Wir waren doch alle etwas erstaunt über die Meldung, dass der „Cavaliere“ höchstpersönlich, Silvio Berlusconi, die italienische Soldateska auf die Straßen Italiens beordern wollte. Erstaunt einerseits.
Andererseits patrouillieren seit August des letzten Jahres bereits 3 000 Soldaten mit regulären Polizeikräften durch die Städte „bella Italias“ – im Kampf gegen illegale Immigration und – wie es im Englischen so schön heißt – „petty crime“, also diverse Bagatelldelikte. Für Aufsehen sorgte diese Effekthascherei weniger für ihre umwerfende Erfolgsbilanz, als vielmehr aufgrund ihrer völligen Ineffektivität und rassistischen Breitseiten, vornehmlich gegen die bösen, bösen Zigeuner aus Rumänien, die den Italienern Lohn & Brot stehlen.
Nun forderte Berlusconi in dem ihm eigenen emotionalen Überschwang also: 3 000 Soldaten genügen nicht, es müssen zehnmal so viele sein, ergo: 30 000. Sprach es und schob zugleich ein ihm eigenes Bonmot hinterher: Es sei unmöglich alle Vergewaltigungen zu verhindern, da es auf italienischem Boden so viele junge, attraktive Damen gäbe. „Wir bräuchten so viele Soldaten wie schöne Frauen und ich glaube nicht, dass das möglich wäre“.
Nein, nein, das mediterrane Flair der italienischen Städte, Gassen und Marktplätze soll nunmehr doch nicht von so vielen Soldaten bevölkert werden. Vorerst.
photo credit: Spartan Red 1492





das bild is großartig! wieviel Fahrlässigkeit man Berlusconi und seiner “italienischen Mentalität” man zugestehen sollte, darüber grüble ich seit vorgestern und bin noch zu keinem Schluß gekommen ;)
Das ist ein deftiger Witz meines Erachtens.. nicht so großartig, als blödartig..