Heute ist einmal wieder der seltene Fall, dass ich eine Pressemitteilung veröffentliche. Es geht um die Laizismus-Initiative, die in dieser Aussendung über ihre Anliegen und Ziele informiert. Diese Nachricht wurde verschiedenen Bloggern zur Erstveröffentlichung zur Verfügung gestellt und wird morgen auch an den “Rest” der Medienlandschaft ausgesandt.
PRESSEMITTEILUNG
Laizismus-Initiative fordert die Trennung von Staat und Religion
Die neu gegründete Laizismus-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Staat und Religion in Österreich zu trennen.
Im ersten Schritt werden online (www.laizismus.at) Unterschriften für eine Erklärung gesammelt, die den Parlamentsparteien überreicht werden wird.
Wien (18.3.2009) – Die Laizismus-Initiative strebt die vollständige Trennung von Staat und Religion in Österreich an. Das kurzfristige Ziel dieser Initiative ist es, möglichst breite Unterstützung für eine Erklärung zu bekommen, die den Parlamentsparteien als Handlungsgrundlage vorgelegt werden kann. Diese Petition ist online unter http://www.laizismus.at zu finden und kann von allen BürgerInnen unterschrieben werden, die daran interessiert sind, dass eine Trennung von Staat und Religion auch in Österreich realisiert wird.
Einige bekannte Namen konnte die Initiative schon im engeren UnterstützerInnenkreis in der Vorphase auf ihrer Liste versammeln wie z. B. Bernd Marin, Heinz Oberhummer und Robert Misik.
Die Initiative richtet sich an Nicht-Gläubige und demokratiebewusste Gläubige, die den Status Quo und die gesetzliche Bevorzugung einiger Weltanschauungen ebenso als Unrecht empfinden.
Was ist Laizismus?
Laizität (auch Laizismus) beschreibt die konsequente Trennung von Staat und Religion und die Neutralität des Staates gegenüber allen Weltanschauungen. In diesem Land ist das nicht der Fall. Die Republik Österreich kategorisiert Menschen je nach religiöser oder philosophischer Weltanschauung. Den staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften entstehen dadurch umfangreiche rechtliche Privilegien.
Diese Privilegien sind zwangsweise mit Diskriminierung verbunden. Das sollte mit einer Demokratie und den demokratischen Grundrechten nicht vereinbar sein. Ein demokratischer Staat hat die Verpflichtung, sich Religionen und Weltanschauungen gegenüber neutral zu verhalten. Religion ist Privatsache und darf nicht dazu dienen, die Bevölkerung in AnhängerInnen staatlich anerkannter und nicht-anerkannter Weltanschauungen zu teilen. Laizität ist nicht nur die Beseitigung von Diskriminierung, sondern der beste Schutz der Freiheit für Religion und Weltanschauung überhaupt.
Die Konsequenzen aus der Trennung von Staat und Religion
Der Staat muss die Privilegien (wie Religionsunterricht, Herausgabe von Meldedaten, der besondere Schutz religiöser Gefühle und viele mehr) der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften wieder zurücknehmen. Konsequenterweise wird auch das Konkordat mit dem Vatikan neu bewertet werden müssen.
Wer steht hinter der Laizismus-Initative
Initiator und Sprecher der Initiative ist Niko Alm, Geschäftsführer der Wiener Agentur Super-Fi. Die Initiative steht in keinem Naheverhältnis zu Parteien, Religionsgemeinschaften oder sonstigen Institutionen.
Die Mitwirkung an der Initiative ist für Interessierte offen und folgt einem partizipativen Ansatz. Das bedeutet, dass die UnterstützerInnen aufgerufen sind, Verbesserungsvorschläge einzubringen, an der finalen Erklärung mitzuwirken und selbst dafür zu werben.
Kontakt und Rückfragehinweis
Niko Alm, niko@alm.at, 0660 6456 256
Website der Initiative: http://www.laizismus.at
Facebook-Gruppe: http://www.facebook.com/home.php#/group.php?gid=69019725830&ref=ts
Twitter: http://twitter.com/Laizismus





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