Energie & Umwelt, Österreich

Wenn des Nachts der Bildschirm einsam leuchtet

Stromsparen ist in. Glücklicherweise, denn es schont bekanntlich den Geldbeutel wie auch das Klima. Je weniger Strom gebraucht wird, desto weniger CO2 muss durch seine Erzeugung emittiert werden. Soweit so gut, ob Klimawandelskeptiker oder nicht, alle sind zumindest informiert. Wirklich alle? Die Handelsketten anscheinend nicht.

Als ich am Heimweg von einer Feier gegen 4 Uhr früh am DM der Nußdorferstraße vorbeikam, strahlten mir da der Kassa-Touchscreen und der Monitor der Überwachungskamera entgegen. Aber warum? Um diese Uhrzeit wird nichts mehr verkauft und dementsprechend auch der Überwachungsbildschirm nicht mitverfolgt. Die Kamera kann auch ohne ihm weiterlaufen und aufnehmen.

Zweites Beispiel: Schlecker Sechsschimmelgasse. Auch hier leuchtet das Kassadisplay fröhlich vor sich hin und der Cola-Kühlschrank daneben (war leider nicht ins Bild zu kriegen) strahlt wie eine Nahtoderfahrung. Völlig sinnlos.

Ein weiterer Rundgang erbrachte, dass diese DM und Schlecker-Filialen bei weitem nicht die einzigen Sünder sind. In vielen Märkten laufen diverse Bildschirme und Geräte über Nacht.

Zeit um einen hypothetischen Überblick über das Ausmaß zu bekommen: Weiterlesen…

Medien & Online, USA

Das iPad: Hypen für Dummies

Juhu, da ist er wieder. Mein Beweis dafür, dass die Produkte aus dem Hause Apple zwar meist gut, aber hoffnungslos überteuert sind. Wie sich die gesteigerte Usability eines MacBooks gegenüber einem mit Windows betriebenem Laptop mit leistungsgleicher Hardware mit einem horrenden Preisuntershcied von 30% und mehr rechtfertigen soll, weiß ich nach wie vor nicht. Auch nicht, warum ein kleiner, displayloser iPod mit 1 GB Speichervolumen gerade mal 5 € weniger kostet als ein ähnlich winziger Sansa Clip (Markenware des Speichermedienspezialisten SanDisk) mit 8 GB, Display, Radio (nebst Aufnahme des selbigen) und Diktierfunktion.

Nein. Ich habe keinen Groll gegen Apple Produkte. Sie sind für sich normalerweise solide und in dem was sie tun sollen gut, wenn auch oft proprietär gestaltet. Ich habe einen Groll gegen diesen unfassbaren Hype, der sonst grundvernünftige Menschen wie den da fast dazu gebracht hätte, eben jenen kleinen iPod zu kaufen, statt die überlegene Alternative dieser Preisklasse.

Das an sich geniale Marketing von Steve Jobs und Kollegen hat aus deren Produkten nun aber mehr als nur einen Trend gemacht. Apple scheint mittlerweile eine Art Religion zu sein, die selbst Berichterstatter erfasst. Jüngstes Beispiel: Das iPad und einen MSNBC-Gastkommentator. Weiterlesen…

Politik & Gesellschaft, USA

Das Dämonenschaf und Carly FAILorina

Wieder einmal setzt der US-Wahlkampf Maßstäbe – obwohl es gar nicht ums höchste Amt des Staates geht. Bis vor kurzem lief die Senatswahl (ein Teil der sogenannten “mid-term elections”) in den Vereinigten Staaten beinahe unbemerkt in den heimischen Medien. Jetzt brodelt der innerparteiliche Vorwahl-Kampf bei den kalifornischen Republikanern. Sowohl Tom Campbell, bisheriger Direktor des “Department of Finance” wie auch die Ex-Chefin von Hewlett Packard, Carly Fiorina, liefern sich eine Schlammschlacht. Den ersten Höhepunkt lieferte die Quereinsteigerin und veröffentlichte ein mittlerweile auf YouTube äußerst populäres Video, in dem sie ihren Kontrahenten als Dämonenschaf, einen Wolf im Schafspelz, darstellt.


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Politik & Gesellschaft, Österreich

Hundeführerschein für alle!

dogglesDie Wiener Volksbefragung wollte von mir wissen, ob es in Ermangelung einer bundesweiten Regelung einen Hundeführerschein für bestimmte Hunderassen in Wien geben sollte. Ich habe “Ja” angekreuzt, halte das aber nur für eine halbe Lösung. Ein Hundeführerschein in der Form wird nicht allen Ansprüchen gerecht, denen er gerecht werden sollte. Weiterlesen…

Politik & Gesellschaft, Österreich

Meine Antworten in der Volkssuggestivbefragung

Gestern ist bei mir das Volksbefracgungspackage mit Stimm-/und Wahlzettel eingetrudelt. Mittlerweile ist alles vollständig ausgefüllt und wartet in einem Kuvert auf seinem Versand. Die Fragen, insbesondere die Fragestellung bzw. “Zusatzinformation”, sowie mein Stimmverhalten will ich aber nicht unkommentiert lassen.

1. Hausbesorger

Im Jahr 2000 wurde durch den Bundesgesetzgeber die Möglichkeit abgeschafft, Hausbesorger anzustellen. Eine bundesgesetzliche Neuregelung ist seither nicht zustande gekommen. Sind Sie dafür, dass in Wien die Möglichkeit geschaffen wird, neue HausbesorgerInnen (mit modernem Berufsbild) einzustellen?

Meine Antwort: Ja. Allerdings eins mit Vorbehalten. Denn: es kommt letztlich darauf an, was dieses “moderne Berufsbild” eigentlich sein soll. Eigentlich hätte man erwarten sollen, dass vorher informiert wird, bevor man diese Frage stellt. Weiterlesen…