Korruption meint gemeinhin eine Form der Verderbtheit. Politisch gesprochen: Korruption ist „die missbräuchliche Nutzung  eines öffentlichen Amtes zum eigenen privaten Vorteil oder zugunsten Dritter (i.d.R. zum Schaden der Allgemeinheit)“, so die Bundeszentrale für politische Bildung.
Korruption ist für den homo europaeus gleichwohl ein sehr abstraktes Phänomen. Doch schon mancherlei Schaudergeschichte aus Griechenland (Behandlungen werden schlicht ausgesetzt, sofern dem Arzt kein Geldbündel unter das Stethoskop geklemmt wird), wiewohl Bulgarien, Rumänien, ja auch aus dem „südwestlichen“ Europa, wie etwa in Italien, verdeutlichen: ach so fern ist die Verderbtheit nicht.
“Leistung muss sich lohnen”, sagt Josef Pröll, seines Zeichens ÖVP-Chef, Vizekanzler und Finanzminister der Republik Österreich. Damit hat er ja prinzipiell recht, sagt aber nicht wessen Leistung er da eigentlich meint. Zudem mutet diese Aussage etwas grotesk an, kommt sie doch von einem Mann der ohne dem Imperator von Niederösterreich – seinem innerparteilich äusserst einflussreichen Onkel Erwin Pröll – nicht da wäre wo er ist.
Er wettert gegen die “soziale Hängematte” und will einen “Mehrwert für Leistungsträger” bei der Entlohnung mit dem Transferkonto ausloten. Was immer das heissen soll. Wer da mit “Leistungsträger” gemeint ist, liest man dann im nächsten Satz: “Wir wollen die Partei der arbeitenden Menschen sein und denen, die den Topf füllen, unter die Arme greifen, statt immer nur über Verteilungs-, aber nie über Leistungsgerechtigkeit zu reden.”
Stromsparen ist in. Glücklicherweise, denn es schont bekanntlich den Geldbeutel wie auch das Klima. Je weniger Strom gebraucht wird, desto weniger CO2 muss durch seine Erzeugung emittiert werden. Soweit so gut, ob Klimawandelskeptiker oder nicht, alle sind zumindest informiert. Wirklich alle? Die Handelsketten anscheinend nicht.
Als ich am Heimweg von einer Feier gegen 4 Uhr früh am DM der Nußdorferstraße vorbeikam, strahlten mir da der Kassa-Touchscreen und der Monitor der Überwachungskamera entgegen. Aber warum? Um diese Uhrzeit wird nichts mehr verkauft und dementsprechend auch der Überwachungsbildschirm nicht mitverfolgt. Die Kamera kann auch ohne ihm weiterlaufen und aufnehmen.
Zweites Beispiel: Schlecker Sechsschimmelgasse. Auch hier leuchtet das Kassadisplay fröhlich vor sich hin und der Cola-Kühlschrank daneben (war leider nicht ins Bild zu kriegen) strahlt wie eine Nahtoderfahrung. Völlig sinnlos.
Ein weiterer Rundgang erbrachte, dass diese DM und Schlecker-Filialen bei weitem nicht die einzigen Sünder sind. In vielen Märkten laufen diverse Bildschirme und Geräte über Nacht.
Zeit um einen hypothetischen Überblick über das Ausmaß zu bekommen: Weiterlesen…
Juhu, da ist er wieder. Mein Beweis dafür, dass die Produkte aus dem Hause Apple zwar meist gut, aber hoffnungslos überteuert sind. Wie sich die gesteigerte Usability eines MacBooks gegenüber einem mit Windows betriebenem Laptop mit leistungsgleicher Hardware mit einem horrenden Preisuntershcied von 30% und mehr rechtfertigen soll, weiß ich nach wie vor nicht. Auch nicht, warum ein kleiner, displayloser iPod mit 1 GB Speichervolumen gerade mal 5 € weniger kostet als ein ähnlich winziger Sansa Clip (Markenware des Speichermedienspezialisten SanDisk) mit 8 GB, Display, Radio (nebst Aufnahme des selbigen) und Diktierfunktion.
Nein. Ich habe keinen Groll gegen Apple Produkte. Sie sind für sich normalerweise solide und in dem was sie tun sollen gut, wenn auch oft proprietär gestaltet. Ich habe einen Groll gegen diesen unfassbaren Hype, der sonst grundvernünftige Menschen wie den da fast dazu gebracht hätte, eben jenen kleinen iPod zu kaufen, statt die überlegene Alternative dieser Preisklasse.
Das an sich geniale Marketing von Steve Jobs und Kollegen hat aus deren Produkten nun aber mehr als nur einen Trend gemacht. Apple scheint mittlerweile eine Art Religion zu sein, die selbst Berichterstatter erfasst. Jüngstes Beispiel: Das iPad und einen MSNBC-Gastkommentator. Weiterlesen…
Wieder einmal setzt der US-Wahlkampf Maßstäbe – obwohl es gar nicht ums höchste Amt des Staates geht. Bis vor kurzem lief die Senatswahl (ein Teil der sogenannten “mid-term elections”) in den Vereinigten Staaten beinahe unbemerkt in den heimischen Medien. Jetzt brodelt der innerparteiliche Vorwahl-Kampf bei den kalifornischen Republikanern. Sowohl Tom Campbell, bisheriger Direktor des “Department of Finance” wie auch die Ex-Chefin von Hewlett Packard, Carly Fiorina, liefern sich eine Schlammschlacht. Den ersten Höhepunkt lieferte die Quereinsteigerin und veröffentlichte ein mittlerweile auf YouTube äußerst populäres Video, in dem sie ihren Kontrahenten als Dämonenschaf, einen Wolf im Schafspelz, darstellt.