
Prolog
Mein Benützungsvertrag für das Zimmer im Studentenheim Merian (Salzburg, Schallmoos), das ich eigentlich noch ein Jahr bewohnen wollte, soll nicht verlängert werden. Der offizielle Grund ist eine etwa 45x45x45cm große Campingkühlbox mit einem Inhaltsvolumen von circa 0,06 Kubikmeter. Den inoffiziellen Grund vermute ich wo anders, doch dazu später.
Es begann einige Monate nach meinem Einzug in dieses Heim. Das Kühlfach in der Küche war beständig übervoll, die Kühlleistung unzureichend. Dazu kann den Kühlschrank theoretisch jeder ausschalten (soll vereinzelt auch schon vorgekommen sein), schlimmer ist allerdings, dass die Schlösser dieser Fächer maximal als Dekoration bezeichnet werden können. Wer über einen Gegenstand verfügt, der sich einigermassen in selbiges einführen läßt, der kann es ohne Schwierigkeiten als ganzes herumdrehen. Absperren ist also nicht möglich.
Günstig gelegen kam da die Campingkühlbox Marke Groenland, die bisher immer bei Mittelmeerurlauben brav ihren Dienst verrichtet hatte. Sie läßt sich sowohl ans normale Stromnetz wie auch an den Zigarettenanzünder eines Autos anhängen. Der Energieverbrauch dürfte laut Auskunft meines Vaters ziemlich niedrig liegen (maximal bei dem einer herkömmlichen Glühbirne, eher darunter). Sie steht seit etwa anderthalb Jahren in meinem Zimmer.
Gekühlt hält länger
Eines Tages kam dann der Haustechniker an meinem Zimmer vorbei, und zufällig stand gerade die Tür offen. Er wies mich an, das Gerät abzustecken und baldmöglichst aus dem Heim zu entfernen. Ich argumentierte mit den Unzulänglichkeiten des Kühlfachs, doch setzte er dem nur entgegen, dass die WIST angeblich Kühlschränke auf den Zimmern verbiete. Die Campingbox als Kühlschrank zu bezeichnen finde ich fast ein wenig lustig, handelt es sich doch bestenfalls um ein “Schränkchen” (siehe Bild, zum Vergleich steht eine handelsübliche 1,5l Flasche Mineralwasser davor).
Die Kühlbox blieb angesteckt, auch weil ich die Hoffnung hatte, dass der Haustechniker das Feedback aufnehmen würde. Stattdessen gab es nur zwei weitere Aufforderungen, die Box zu entfernen. Kritisch dabei: Als er sich das dritte Mal über das Gerät mockierte, hatte ich mein Zimmer umgestellt – die Kühlbox war seit dem auch bei geöffneter Tür nicht mehr zu sehen. Fragt sich, woher er noch wusste, dass diese noch da war. Meine Kritik an den bestehenden Kühlgelegenheiten jedenfalls wurde stets ignoriert. Auch gab es über die Box nie Beschwerden Seitens eines Organs der WIST. Da mich der Haustechniker beim letzten Mal darauf verwies mich an die WIST zu wenden, verfasste ich schon vor Monaten eine ausführliche Email.
Verpackt darin waren alle Argumente, nebst der Tatsache dass ich als einer der wenigen im Haus Energiesparlampen einsetze. Zwei Seiten waren das in etwa, eine Antwort – auch auf eine spätere Nachfragemail – gab es jedoch nie. Ende März bekam ich wie alle anderen den Verlängerungsantrag für mein Zimmer zugesandt, für den ich 8 Semesterstunden vorweisen musste. Dieser Nachweis wurde von mir mehr als fristgerecht per Post nebst unterschriebenem Antrag postalisch geschickt.
Nun klopfte letzten Freitag früh also die Reinigungskraft (die gleichzeitig auch organisatorisch für dieses Heim zuständig ist) einen Umschlag in die Hand. Der Inhalt war das Schreiben in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Geschäftsleitung beschlossen hätte, meinen Vertrag nicht zu verlängern, da ich “trotz mehrmaliger Verwarnung” den “Kühlschrank” immer noch angeschlossen habe. Na bumm.
Nachfragen unerwünscht
Leicht gereizt – wer freut sich schon frühmorgens über solche News – griff ich also zum Hörer und wählte das WIST Sekretariat an. Der Dame am anderen Ende, auf eine namentliche Nennung verzichte ich hier, zitierte ich den Text des Schreibens, und übersprang eine irrelevante Stelle mit “Blabla”. Daraufhin fuhr die Gute völlig aus der Haut, da sie das “Blabla” offenbar als persönliche Beleidigung aufgefasst hatte, und legte auf. Zwei Minuten später rief ich erneut an, entschuldigte mich pro forma für meinen etwas gereizten Tonfall und erläuterte, dass dieses “Blabla” keinen Bezug zu ihr hätte, und wollte wissen was das alles sollte. Jedoch kam ich nicht einmal dazu meine Frage auszuformulieren, da setzte mein fuchsteufelswildes Gegenüber wieder zu einer Schreitirade an. Was mir denn überhaupt einfiele, der Anordnung des Hausmeisters nicht sofort und widerspruchslos Folge zu leisten. Zwischen den Zeilen: Was mir denn einfiele, die Nichtverlängerung nicht einfach so zu akzeptieren.
Ich verwies auf die Email, in der ich noch einmal extra um Auskunft bezüglich des Geräts gebeten hatte. Zu hören bekam ich, dass sie – als Sekretärin (!) – nicht wüsste, warum sie ein zweiseitiges Email mit einer Antwort würdigen sollte, sie hätte doch genug zu tun. Obwohl mir so einige andere Antwortoptionen im Kopf herumschwirrten beließ ich es bei der Anmerkung, dass mir eine kurze Replik genügt hätte. Das interessierte sie jedoch wenig, stattdessen teilte sie mir mit, dass die Nichtverlängerung auf persönlichen Beschluß des im Sommer scheidenden WIST-Vorstandes Otto Sieber zustande gekommen wäre und mein Zimmer schon vergeben sei. Was unglaubwürdig ist, hatte ich mein Ansuchen auf Einzug ins Heim anno 2006 doch erst im Juli übermittelt und trotzdem ein Zimmer bekommen.
So blieb mir noch der Verweis auf das Studentenheimgesetz, dass dieses Vorgehen nicht deckt. “Ach kommen sie mir nicht mit Paragrafen, der Techniker hats ihnen doch gesagt”. Und überhaupt, sie hätte wichtigere Gespräche zu führen. Es knackte, dann war aufgelegt. Klarer Fall von Kommunikationsverweigerung, weitere Gesprächsaufnahme war offenkundig sinnlos. Zudem lasse ich mich ungern, auch telefonisch, nicht minutenlang anbrüllen und wie einen lästigen Bittsteller behandeln.
Nachfrage erwünscht
Mein nächster Ansprechpartner befand sich im Wissenschaftsministerium, Abteilung für das Studentenheimgesetz. Dort nimmt man sich nun des Falles an, angesichts der ersten Auskünfte bin ich vorsichtig optimistisch. Soweit ich das Studentenheimgesetz richtig interpretiere, dürfte es für mich sprechen. Zum einen ist der Heimvertrag zu verlängern, wenn Bedürftigkeit vorhanden ist, die acht Wochenstunden nachgewiesen werden und der Bewohner sich noch in der durchschnittlichen Studiendauer befindet. Als viertsemestriger Studienbeihilfenbezieher erfülle ich alle diese Kriterien.
Auch wenn auf dem Bescheid der WIST nichts von einer Kündigung steht: Selbst wenn es eine wäre, hätte es vorher zumindest einer offiziellen, schriftlichen Verwarnung wegen der Kühlbox bedurft. Eine solche habe ich nie erhalten. Zudem, und das habe ich nachträglich herausgefunden, steht weder in den Zimmerverträgen noch im Heimstatut ein Verbot von Kühlgeräten. Dafür gibt es eine 500W-Obergrenze für jedes Zimmer, die so wie das gesamte Statut aus dem Jahre 1997 datiert, eigentlich nicht haltbar ist und (so wird kolportiert) nach der Leitungserneuerung letzten Sommer hätte fallen sollen. Der Anschlußwert könnte sich aber auch auf jedes einzelne Gerät beziehen.
Als ich dem sehr netten Ansprechpartner aus dem BMWF dann noch schilderte, dass ich in dem Heim auch keine persönlichen Fehden mit irgendwem austrage, sondern mich im Gegenteil in die Gemeinschaft einbringe (zB. Unterstützung der Heimbar, Deko des TV-Raums zur Euro, Veranstaltung des Tippspiels), wollte er wissen, ob diese Nichtverlängerung einen anderen Grund haben könnte. Ich war gedanklich bis dahin noch sehr auf die Kühlobx fixiert, jetzt fiel der Groschen.
Das Imperium schlägt zurück?
Das eigentliche Motiv für die Nichtverlängerung liegt möglicherweise hier, hier und hier. Die Nichtverlängerung unter fadenscheinigem (und nicht haltbarem) Grund als Retourkutsche für eine Petition gegen heiminterne Totalüberwachung des Internetzugangs wäre ein demokratiepolitischer Skandal, die alljährliche Ansprache über Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie nichts als Heuchelei. Im BMWF zeigte man sich an dieser Sache durchaus interessiert, und so habe ich mittlerweile alle Schriftstücke im Zusammenhang mit der Nichtverlängerung und der Petition übermittelt.
In Bälde sollte ich Näheres erfahren. Einstweilen übe ich mich im kreativen Protest, und präsentiere euch den Song “Stand By Your Fridge” als Sing-Along-Video. Man sollte alles im Leben auch mit ein wenig Humor nehmen können. Viel Spaß!
PS: Mittlerweile habe ich die Temperaturen nachgemessen, und das Ergebnis bestätigt meine gefühlte Einschätzung. Nach 4 Stunden im Kühlfach zeigt das Thermometer zwischen 8 und 9 Grad Celsius (was speziell für eiweißhaltige Produkte wie Milch, Joghurt, Fleisch und Fisch sehr ungünstig ist). Nach derselben Zeit in der Campingbox stand die Anzeige zwischen 3 und 4 Grad.
PS2: Anhand des kWh-Verbrauchs eines moderneren Gerätes mit ähnlichen Maßen, dafür (im Gegensatz zu meinem) mit Gefrierfach habe ich den ungefähren Verbrauch meiner Box errechnet: 16,5 Watt. Das entspricht in etwa einer stärkeren Energiesparlampe.
(Hier gehts zur gesangsfreien Karaoke Version, und hier gibts das Lied als mp3)
[youtube]0XyD9in0Jgw[/youtube]
Nichtkommerzielle Veröffentlichung – Fair Use!
Lyrics:
Georg Pichler – Stand By Your Fridge
Sometimes its hard to be a student
Giving all your love to just one fridge
Cause it will cool good
And give you fresh food
Those things like meat and milk and cheese
So if you love it, you’ll defend it
Eventhough the WIST wants it removed
And if you love it
Oh be proud of it
‘Cause after all it is your fridge
Stand by your fridge
Get your food chilled so nicely
and cure it long so wisely
When days are hot and sunny
Stand by your fridge
And tell the world you love it
Keep giving all the love it needs
Stand by your fridge
Stand by your fridge
And show the world you love it
Keep giving all the love it needs
Stand by your fridge!






Ist das scheiße oder was…? Erst muckst du gegen die gütige Heimleitung, die dir ein Dach über dem Kopf gewährt auf, dann bist du wahrscheinlich noch nichtmal SPÖ-Mitglied oder zumindest beim VSSTÖ und dann regst du dich auf, wenn man dir die Rechnung für dein unangepasstes Verhalten präsentiert? Skandal!
Du solltest über eine alternative Karriere als Musiker nachdenken…definitiv! ;-) (“Olle besoffen”)
Tja, so bin ich nunmal ^^
Den Zusammenhang WIST-SPÖ musst du mir bei Gelegenheit mal erläutern, diesbezüglich bin ich nicht wirklich am Stand der Dinge.
Nicht schlecht die Geschichte…Da bin ich gespannt wie es weiter geht. Ist ja gut, dass sich nicht jeder alles gefallen lässt und sich für seine Rechte einsetzt. Wünsche auf alle Fälle alles Gute!
Übrigens sind wir auch im Besitz der gleichen Kühlbox ;) und ich glaube, die verbraucht sicher nicht mehr als eine Glühbirne….
schöne grüße,
yes!
ziviler ungehorsam rulez!
weiter so … ich find’s zum zerkugeln, wenn’s dabei nicht tatsächlich um den heimplatz ginge …
Ich bin übrigens jedem dankbar, der die Geschichte hier weiter nach außen trägt. Ich denke Öffentlichkeit kann hier nicht schaden, da die WIST mit dem Rest der Bewohnerschaft ihrer Heime nicht viel anders umgehen dürfte.
Die Beziehung ist soweit ich das sehe keine “offizielle” im strengen Sinn, sondern eine Freunschaft. Die SPÖ ist mit der Wiener Wirtschaftshilfe der Arbeitsstudenten (WIHAST) “befreundet” (so wie mit dem ARBÖ), die wiederum mit den WISTs in den einzelnen Bundesländern befreundet ist. Der Vorstand der WIST Steiermark ist zB ein ehemaliger SPÖ-Nationalratsabgeordneter, und auf der Homepage der WIST Innsbruck sieht es überhaupt so aus als gäbe es eine WIST Österreich von der Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck nur Teile wären…
Naja, unser lieber Dr. Sieber erwähnt gerne mal, welche guten Beziehungen er zum Fischer-Heinz habe, von daher ist da schon viel SPÖ drin.
Aber es ist schon ein Skandal: Es haben in der Vergangenheit Bewohner einen Gastvertrag bekommen, die seit Jahren nicht mehr studieren, da sie mit der Heimleitung befreundet sind, und dann wird ein Student, der nach geltendem Recht sein Zimmer behalten muss, die “Kündigung” geschickt. Wegen einer INFORMELLEN Regel, die in keinem Heimstatut oder Heimordnung drin steht, sondern uns immer nur eingebleucht wird, mit den verrücktesten Erklärungen, von “Belastung der Stromleitung” (klar, aber meinen Laptop und TV darf ich 24h an haben) bis zu “Ungerechtigkeit gegenüber Studenten, die sich das nicht leisten können” (was kann Georg für den Neid der anderen?)
Man muss auch das erwähnen: Wir haben neben den Kühlfächern, die nicht sehr zuverlässig sind (Milch und Eier gehen grade noch, aber Tiefkühlware hält sich nicht mehr als 3 Tage, und dann ist sie auch schon getaut), eine Tiefkühltruhe. EINE. Für 130 Studenten! Und das im ERSTEN Stock, nicht abschließbar und total verdreckt.
Dass da nicht nur Georg, sondern auch andere immer mal wieder Kühlgeräte “versteckt” haben, ist total verständlich. Außer natürlich für die Bürokraten der WIST (die anscheinend jetzt wo der Vorstand wechselt “klar Schiff” machen will, damit der Nachfolger nicht merkt, wie gearbeitet wurde!)
Ok, ich hab ehrlich nicht den ganzen Artikel gelesen, ist einfach zu lang. In meinen Augen eine klare Sache: Entweder, Du hast gegen die Hausordnung verstoßen, dann ist die Nicht-Verlängerung rechtens. Oder, Du hast nicht dagegen verstoßen – dann ist sie illegal. Gibt´s denn da keine Berufungsmöglichkeiten? Sonst mußt Du´s halt vor Gericht durchziehen.
Aber mal eine persönliche Frage: Warum riskierst Du wegen einer Kühlbox einen Mietvertrag?
Tjo, du solltest den ganzen Artikel lesen =)
Ich habe gegen keine Hausordnung verstoßen, weil nirgendwo explizit Kühlgeräte verboten sind. Aber der eigentliche Grund könnte wo anders liegen (steht im letzten Drittel des Artikels, drum: lesen).
Und warum ich das “riskiere”: Die Kühlfächer in der Küche sind klein, nicht absperrbar und zu warm. Und das habe ich dem Haustechniker nicht nur einmal gesagt. Allerdings wurde mein Feedback ignoriert, irgendwas schriftliches bez. der Kühlbox gab es nie (habe auch im März trotz ihr ganz normal den Antrag auf Verlängerung zugeschickt bekommen).
Kill ‘em all!
hi, deine geschichte ist heute am online standard erschienen. es könnt also gut sein, daß dein server bald in die knie geht.
(link: http://derstandard.at/?url=/?id=3383343)
@geschichte: bleib dran und gute nerven *daumen hoch*
thx für den Hinweis. Das ging ziemlich flott ;)
Hallo Georg, ich bin am web-Standard auf deinen Blog gestossen und möchte dir nur sagen, dass ich es gut finde, wenn du dich auf “die Haxen” stellst. Ich weiss nicht, ob Ihr bei diesem Studentenheim Mietverträge habt, wenn ja, rate ich dir auch zu einem Beitritt beim Mieterschutzverband – geringe Gebühr & grosse Hilfe.
Liebe Grüße
So, die Story kam nun inzwischen in Kanada an :)
Äußerst lächerliches Verhalten des Heimbetreibers. Wünsche dir, dass sich das alles schnell klärt und du bleiben darfst.
Wegen Skandalpotential: vielleicht sollte man an dieser Stelle noch erwähnen dass die Reinigung der Küche (inklusive Kaffemaschine zum Beispiel) mit demselben Putzfetzen wie WC oder Bad erfolgt. (War zumindest in der Vergangenheit so.) Eine Untersuchung über die Häufigkeit gründlicher Pissoir-Reinigungen wäre auch interessant. Oder ob es rechtens ist dass seitens des Heimbetreibers in den WC-Anlagen, die von ca. 10 Menschen geteilt werden, keinerlei Seife oder Händeabtrockmöglichkeit bereitgestellt wird…
das wist-heim gehört zur roten reichshälfte. d.h. so wie die akademikerhilfe schwarz ist, und das egger-lienz-heim ekelhaft blaubraun ist, so ist eben das wistheim rot…das ist der ganze zusammenhang. naja, und was von den roten in sbg – vom vsstö im speziellen – zu halten ist, das kann man/frau sich ja hoffentlich ausrechnen. ist zumindest meine sehr persönliche meinung.
ach ja, laß mich raten: die öh hat dir wahrscheinlich nicht geholfen. das liegt dann nicht an der institution öh, sondern mehr an den lenkern der selben in salzburg. das ist dann aber eine andere geschichte…
ich jedenfalls hoffe, dass diese absurdität bald ein ende hat, zu deinen gunsten natürlich. diesen schwachsinn, der da abgezogen wird hält ja keiner aus…echt schlimm.
Hallo Blog,
Ich bin durch den artikel im online standard auf diesen blog gestossen und freue mich, dass es noch menschen gibt die sich nicht alles was von “oben” kommt einfach so gefallen lassen.
*respekt*
Da ich euer “internet” fiasko (das gleichzeitig wiedermal ein vorzeige beispiel fuer die “kompetenz” der TA ist) nur allzu gut nachvollziehen kann, wollte ich fragen ob ihr schon an folgendes (letztes) druckmittel gedacht habt?
Laut oesterreichischem Datenschutzgesetz (DSG 2000 url:http://www.dsk.gv.at/dsg2000d.htm) sind alle “Auftraggeber” (darunter faellt auch euer heim, siehe erklaeurung zu Auftraggeber §4 Z4) dazu verpflichtet, unentgeldlich eine VOLLSTAENDIGE auskunft ueber vorhandene daten zu einer person zu liefern sofer diese eine dementsprechende Anfrage stellt.
Bei nachweisbarer unvollstaendigkeit der Daten oder nicht erfuellung binnen ~ca. 8 wochen kann man vor der Datenschutzkommission beschwerde einreichen was zu einer verwaltungsstrafe von bis zu 20€uro pro verfehlung fuer euer heim fuehren kann.
Unter anbetracht der daten die das heim von jedem bewohner hat (bankinformationen…) waere das bei 50 anfragen schon ein schoener patzen arbeit. Zumal hinzukopmmt wenn einer von euch nachweisen kann das er dem heim daten bekannt gegeben hat aber diese in der antwort vom heim nicht aufgefuehrt sind so ist das ebenfalls eine verfehlung und kann bei der datenschutzkommission gemeldet werden.
Hoffe ihr koennt euch mit dem Heim einigen bevor es dazu kommt. Nur weil ueberwachung immer einfacher wird heisst es nicht, dass es automatisch die beste loesung ist. Stichwort Traffic-Shaping ;)
Auf jedenfall => Nicht aufgeben!
Ich werde die geschichte auf deinem blog weiterverfolgen
Najo. Mir gehts eigentlich darum, dass die WIST mit mir und zukünftig anderen Studenten fair umgeht, klare und vernünftige Regeln aufstellt, die dann auch nicht durch widrige Umstände (zB. wenn es ein Kühlgeräteverbot gäbe und die Kühlfächer immer noch auf 9 Grad und unabsperrbar sind) konterkariert werden. Ich will die WIST nicht in den Ruin treiben, der grundsätzliche Zweck des Vereins ist ja ehrbar, nur ob man den zZt im Auge hat, ist fraglich.
Armer Kerl, lass dir den scheiß nicht gefallen!
ONE SOLUTION –> REVOLUTION!
Party up!
Offensichtlich sind das Management und der Hausmeister des WIST nicht in der Lage, die erforderlichen hygienischen Kriterien für das ordnungsgemäße Führen eines Beherbergungsbetriebs zu erfüllen. Hygienische Mängel im den Einlegern zur Verfügung gestellten Kühlsystem könnten zu einem epedemischen Gesundheitsrisiko führen, daher hielt ich es für angebracht, diesen Umstand dem auch für Kontrolle zusändigen Gesundheitsamt zu übermitteln.
Hinsichtlich Ihrer offensichtlich fadenscheinigen Kündigung möchte ich Ihnen meine Hochachtung für die Offenlegung dieses “Zustands” ausdrücken, das ist eine (gelinde ausgedrückt) Riesensauerei. Einerseits werden Konsumenten (ein solcher sind Sie ja) für Mißmanagement der Firmenführung bestraft, andererseits führen sich diese “Mißmanager” im Bereich der Informationstechnologie auf wie ein totalitäre Machthaber. Dabei stößt nicht der Punkt der mengenmäßigen Datenübermitllungskontrolle, als vielmehr der der inhaltlichen Kontrolle negativ auf. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Recht bekommen und danke Ihnen für Ihre Courage der Offenlegung.
und einfach in einem anderen Heim ziehen?
wenn die nicht Willens sind zu verbessern, dannn geht man einfach. Zumindest in solchen Fälle.
Zum einen ist das eine Zeitfrage: Jetzt noch einen Heimplatz/WG-Zimmer zu kriegen ist schwer bis gar nicht möglich (habe aber zur Absicherung bereits bei mehreren via Email angefragt).
Es ist auch eine Kostenfrage, ich habe an und für sich schon mit den Mietkosten des jetzigen Heimes (184,-/Monat ab WS) kalkuliert. Ein Wohnwechsel würde mich zumindest 60,- zusätzlich im Monat kosten, viel eher aber 100-140 mehr.
Und – sorry – halte ich es für die falsche Mentalität auf schlechte Umstände die aber definitiv änderbar sind, mit Abhauen zu reagieren. Kühlschränke kann man austauschen (wenn ich mir die alten Teile so ansehe, sollte die WIST das eigentlich schon aus Gründen der Energieeffizienz tun) und eine Nichtverlängerung aus fadenscheinigen und nicht vorhandenen (!) Gründen bei gleichzeitiger Verweigerung jeglicher Kommunikation akzeptiere ich grundsätzlich nicht.
Wenn der Haustechniker sagt, die Box muss weg, mit meinem Hinweis auf die unzureichenden Kühlfächer aber mehrmals ignoriert wird, ist allein das schon eine Frechheit. Wenn er mir dann sagt, ich soll mich halt an die WIST wenden damit, ich dass dann tue und man es für unnötig hält mir zu antworten, ist das nicht mehr nur eine Frechheit, sondern ein Zeichen von Ignoranz. Ebenso wie die Nichtreaktion auf eine Petition, die 50 Leute unterschrieben haben. 40% der Heimbelegschaft (jedes Volksbegehren mit dem Schnitt wäre eine Sensation) einfach wie Luft zu behandeln, nicht zu informieren, kann und darf nicht sein.
Das sind alles Sachen die dringend verbessert werden müssen, und das ist neben dem wirtschaftlichen und zeitlichen Aspekt ein weiterer Grund für mich, diesen Unsinn nicht einfach auf mir sitzen zu lassen.
ja, eine Zeitfrage ist es und Geld. Aber wenn ich mir deine Schilderung gebe mit dem Kühlfach, da ist das Preisleistungsverhältnis nicht gerecht.
ich würde ja auch nicht gleich abhauen, wie du gesagt hast aber wenn man sieht, wie du dich bemühst alles in Lot zu bringen und Verbesserungsvorschläge machst und du als Dank rausgeschmissen wirst, dann nehme ich den Hut und geh. Da bewundere ich wirklich deine Gutmütigkeit. Mit mir wären da glaub ich schon die pferde durchgegangen bei so einer miesen Behandlung. und wenn andere Studenten auch so handeln würden, dann müssten die doch ins grübeln kommen. Das einzige fiese ist ja, dass man den Freundeskreis in der Hausgemeinschaft verliert…