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Für den Stream, gegen die Angst #unibrennt

Es ist mittlerweile eine leidige Diskussion. Datenschutzbedenken von Besetzern sind selbstverständlich ernstzunehmen, allerdings muss endlich jedem klar werden, dass dieser, unser Bildungsprotest ein öffentliches Anliegen ist. Die Tools des Web 2.0 waren es hauptsächlich, die ihn dazu gemacht haben, und warum unser Feuer des Protests nun endlich auch im Nachbarland Deutschland zum Flächenbrand wird. Und warum uns Tag für Tag 1.500 und mehr Leute zusehen, wie wir unser Anliegen basisdemokratisch, konstruktiv, intelligent und engagiert weiterentwickeln.

Der Stream ist die Gelegenheit, für jeden Menschen mit Internetzugang sich schnell, unverbindlich und trotzem authentisch ein Bild von dem zu machen was wir tun und wofür wir stehen. Nachzusehen, ob das Audimax wirklich so zerstört ist, wie die Medien behaupten. Zu checken, ob da wirklich linkslinke Radikalinskis am Werk sind, die eigentlich nur saufen wollen. Um genau dort widerlegt zu werden, ohne aus Vorarlberg herüber fahren zu müssen. Unsere vielleicht mächtigste Waffe gegen die Krone.

Die Liveübertragung abzudrehen oder zu zensieren ist ein Zeichen der Angst. Die Angst, mit der die Gegner des Streams Tag für Tag spielen, ohne zu wissen, was sie anrichten könnten. Angst vor einer mitschneidenden Staatsanwaltschaft oder Polizei – ohne, dass Verbrechen geschehen würden. Angst vor Entlassung – ohne, dass das arbeitsrechtlich je möglich wäre. Angst vor rechten Schlägern – ohne dies je belegt zu haben und obwohl der WKR für unsere Anliegen eintritt. Das wohl vergessend darauf, dass sie jene vor denen sie sich fürchten, im Audimax haben werden, wenn ihnen der Stream genommen wird.

Wer die Schaltung ins Audimax abdrehen oder zensieren will, der muss seine Logik den Gegebenheiten nach zu Ende denken. Angst kann nicht mit Angst bekämpft werden, denn so wird sie nur mehr.

Wir sind keine Sekte, kein Geheimbund. Wir überwachen uns nicht, wir präsentieren uns.

Das Audimax ist offen für jeden, weil unser Anliegen es ist und jeden direkt oder indirekt betrifft. Eine Entscheidung des Plenums zur Einschränkung oder Abschaltung unseres Fensters in die Welt wäre das Anfang vom Ende der Offenheit.

Es ist immer leichter der Angst nachzugeben. Es wäre auch leichter, den Protest aufzugeben und das Spielfeld wieder der Politik alleine zu überlassen.

Seit bald 19 Tagen wird unser Protest von Hoffnung und Mut getragen und viel haben wir schon erreicht. Lassen wir uns also nicht von der Furcht leiten, sonst sind wir zum Scheitern verurteilt.

Keine Macht der Angst!

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3 Kommentare

  • Am 10. November 2009 sagte sc:

    super, danke.

  • Am 10. November 2009 sagte Tweets that mention Rigardi.org - Politk kommentiert. -- Topsy.com:

    [...] This post was mentioned on Twitter by Tom Schaffer and Georg Pichler, geschuetz. geschuetz said: Für den Stream, gegen die Angst http://is.gd/4Rkc4 #unibrennt #fb RT @schaffertom @rigardi [...]

  • Am 10. November 2009 sagte SaschaP:

    Jepp, dieses ewige “Livestream aus” nervt schon manchmal, in Salzburg wird nur eine Seite gefilmt usw… man, sowas von lächerlich, als ob es verboten wäre, in einem Hörsaal zu sitzen!

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