Politik & Gesellschaft, Österreich

Meine Antworten in der Volkssuggestivbefragung

Gestern ist bei mir das Volksbefracgungspackage mit Stimm-/und Wahlzettel eingetrudelt. Mittlerweile ist alles vollständig ausgefüllt und wartet in einem Kuvert auf seinem Versand. Die Fragen, insbesondere die Fragestellung bzw. “Zusatzinformation”, sowie mein Stimmverhalten will ich aber nicht unkommentiert lassen.

1. Hausbesorger

Im Jahr 2000 wurde durch den Bundesgesetzgeber die Möglichkeit abgeschafft, Hausbesorger anzustellen. Eine bundesgesetzliche Neuregelung ist seither nicht zustande gekommen. Sind Sie dafür, dass in Wien die Möglichkeit geschaffen wird, neue HausbesorgerInnen (mit modernem Berufsbild) einzustellen?

Meine Antwort: Ja. Allerdings eins mit Vorbehalten. Denn: es kommt letztlich darauf an, was dieses “moderne Berufsbild” eigentlich sein soll. Eigentlich hätte man erwarten sollen, dass vorher informiert wird, bevor man diese Frage stellt.

2. Ganztagsschulen

Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt. Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?

Meine Antwort: Ja. Daneben bräuchte man aber mehr Angebote für Kinder und Jugendliche, etwa in Form von weiteren Jugendzentren oder Förderungen für die Mitgliedschaft in Vereinen Seitens der Stadt.

3. City-Maut

Einige Großstädte (z.B. London, Stockholm) haben zur Bewältigung des innerstädtischen Verkehrs eine Einfahrtsgebühr für das Stadtzentrum eingeführt (City-Maut). In Wien konnte durch die Verkehrspolitik (Ausbau öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Wohnsammelgaragen, Ausbau Radwegenetz) in den letzten Jahren der Autoverkehr in der Stadt deutlich reduziert werden. Soll in Wien eine City-Maut eingeführt werden?

Meine Antwort: Ja. Zuerst das blumige Selbstlob, die die Frage eigentlich überflüssig macht. Wer sich zuwenig auskennt wird sich “passt ja eh alles” denken und “Nein” ankreuzen. Und zur deutlischen Reduzierung: Ich wohne sowohl in der Nähe des Gürtels als auch in der Nähe zweir stark genutzter Durchfahrtsstrassen, die von diesem in die Innenstadt münden. Rund 4-5 Stunden am Tag herrscht hier Stop & Go, die Parkplatzsuche ist allgemein ein Wahnsinn,

4. 24 Stunden U-Bahn am Wochenende

In Wien fahren täglich Nachtbusse von 0.30 Uhr bis 5 Uhr. Ein 24-Stunden-U-Bahn-Betrieb am Wochenende (Freitag und Samstag) kostet pro Jahr fünf Millionen Euro und bewirkt veränderte Fahrtrouten der Nachtbusse an Wochenenden. Sind Sie dafür, dass die U-Bahn am Wochenende auch in der Nacht fährt?

Meine Antwort: Ja. Die geänderten Nachtbusrouten am Wochenende machen meiner Ansicht nach auch Sinn, denn sie könnten jetzt Gegenden bedienen, in denen es bisher keine Nachtbusse gab. Wünschenswert wäre es auch, den Betrieb auch auf die Nacht von Sonntag auf Montag auszudehnen und langfristig einen ganzwöchentlichen 24h-U-Bahnbetrieb anzustreben.

5. Hundeführschein

Seit 2006 wird in Wien ein freiwilliger Hundeführschein angeboten. Der Hundeführschein ist eine fundierte Ausbildung für HundehalterInnen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden erlernt wird. Bei der Prüfung müssen die HundehalterInnen zeigen, dass sie den Hund auch in schwierigen Situationen im Griff haben. Sind Sie dafür, dass es in Wien für sogenannte Kampfhunde einen verpflichtenden Hundeführschein geben soll?

Meine Antwort: Ja. Aber diese Regelung geht nicht weit genug und lässt einen wichtigen Aspekt aus. Dazu erscheint allerdings morgen noch ein mal ein separater Artikel.

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